Dienstag, 16. Mai 2023

Upper West Side

 

In unserer WG gab es einen Ringtausch. Seit gestern haben wir einen neuen Mitbewohner, Julian aus Buenos Aires wird für einen Monat hier in der Stadt sein. Da Hans aber beschlossen hat, noch ein paar Tage länger zu bleiben, hat Cynthia kurzerhand entschieden - sie fährt raus nach Newburgh, ich ziehe in ihr Zimmer ( sind ja nur 4 Tage), Hans zieht in meins und Julian in das freie … und wenn ich in 10 Tagen wieder komme, ist mein ursprüngliches Zimmer wieder frei für mich…ja, etwas umständlich aber mir soll es recht sein. So räumen wir alle eine Weile rum und ich habe es jetzt wirklich gut, 2 echte große Fenster, also Licht und Luft und viel Platz für meine Morgenroutine und weit weg von Küche und Bad und allem….einziger Nachteil, vorm Haus ist eine Straße und hier ist die Einflugschneise zu einigen Kliniken, so erschrecke ich nachts über die Signalhörner, die trotz Ohrstöpseln mitten durch meinen Kopf rasen. Aber meine mitfühlenden Nachbarn versorgen mich durchgängig mit extra Nebelschwaden, wahrscheinlich wird mir das dann irgendwann sogar fehlen?! Naja, in D haben wir das ja auch in absehbarer Zeit🙄

Ansonsten nutze ich die Zeit für ausgiebige Wanderungen, denn dank der ’Wunderpillen’ des von mir befragten Chinesen, oder durch die vergangene Zeit oder….ist mein Knie deutlich schmerzfreier und belastbarer. So kann ich täglich 10-15 km problemlos zurücklegen. 


Die Upper West Side ist unterhalb der 90-er ganz wunderbar, tolle Architektur, viel Grün, sehr gepflegt. Und unten am Hudson, ja, es geht bergab, gibt es einen tollen Rad-, Wanderweg, immer wieder Verweil-, Sport- und Spielplätze. 


Ähnlich der UES beginnt das Viertel am unteren Rand des Central Park und reicht oben aber auch bis an den Rand, zur 110., ältere Einheimische sind allerdings der Meinung, alles über der 92. gehört heutzutage nicht mehr richtig dazu.

Hier sind auch eine Menge kultureller Highlights zu finden; Lincoln Center mit Metropolitan Opera und der neuen Geffen Hall, American Museum of Natural History, Columbia University…, tja, überall schon gewesen, da merkt man manchmal erst, was man eigentlich schon alles besucht hat und beim 2. oder 3. Passieren fühlt es sich ’bekannt’ an. Ein paar sehr eindrucksvolle Gebäude wie das Ansonia(Peter), das Apthorb oder das Cornwall, die man der Art Nouveau zuschreiben kann.

Hat man einen Zugang zum Wasser gefunden, unten durch oder oben rüber, über den Riverside Drive, weht eine frische Brise und kühlt einmal alles runter, das tut gut!

Lange laufe ich fast allein am Ufer entlang, Richtung Süden wird es urbaner und belebter, die Neubauten rücken näher ans Wasser.


Und die Promenade ist ein Musterbeispiel für uns in Rostock! Stadt und Wasser nahtlos verbunden, für alle Bedürfnisse und jeder Altersgruppe, nahezu durch die Jahreszeiten hindurch nutzbar, abwechslungsreich und natürlich angelegt, toll!



Und bemerkenswerter Weise haben die Stadtplaner New Yorks einen sehr großen Teil Manhattan‘s und auch der anderen Stadtteile mittlerweile so gestaltet. Klar man kennt das aus vielen Städten die am oder mit Wasser sind, nur die Rostocker haben dafür einfach kein Geschick🤷🏼‍♀️

Gern treibe ich einfach so durch die Straßen und freue mich über gelungene Fassaden, niedliche Vorgärten, den ein oder anderen kleinen smalltalk über besonders schöne Schuhe oder die Marke der Hose. Das ist hier gang und gebe und sehr sympathisch. 




Und während meines wirklichen langen Heimweges schleicht sich die Sonne heimlich wieder davon..



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