Freitag, 7. November 2025

Up to Highland Falls

Der berühmte german black boyfriend ist schon sehr verlässlich. Auch nach mehr als 300000 km schwebt er förmlich über dem Highway, natürlich mit maximaler Geschwindigkeitsüberschreitung..




 
Mit leichtem Pulsanstieg meinerseits und absolutem Fahrspass Cynthia’s erreichen wir Highland Falls, einen beschaulichen Ort am Hudson River, ca 80 km Richtung upstate NY.
Hier also verbringt sie nun den Großteil der Woche in ihrem neuen Studio. (Im Alten in Newburgh gab es ständig Wassereinbruch, ohne Aussicht auf Reparatur)
Ein großer Backsteinbau im Ortskern, die komplette untere Etage. Hergerichtet ursprünglich als Kneipe und Konzertbar, vergaßen die Betreiber allerdings eine Schankgenehmigung zu organisieren🫣, nun ist Cyn die neue Mieterin und konnte das ein oder andere zweckdienlich umkonzipieren. Wer weiss denn, wofür eine Tresen oder eine Bühne mal nützlich sein könnte.



Wochenlang hat sie selbst Hand angelegt, gebaut, gestrichen, geputzt, hat in unzähligen Fahrten den Umzug bewerkstelligt….was für eine unglaubliche PowerFrau!!!!!!!!!
Es hat sich gelohnt, es ist ein Ort zum Arbeiten und Abschalten entstanden, es gibt genug Platz für all die Maschinen, Materialien, Objekte und Bilder - es ist ihr Ort !





Und ganz nebenbei galt es noch eine Solo - Exhibition in Chelsea zu organisieren, an deren Eröffnungstag mehrere 500 Leute zu Gast waren, ich freu mich so sehr für SIE!!!!

Ich kann nur immer wieder den Hut ziehen vor so viel Mut, Kraft, Motivation, Steh-Auf-Mentalität … sie ist die absolute Situationsoptimiererin und so oft wird am Monatsende das Geld knapp…. Das muss jemand erstmal ein Leben lang durchhalten.

Und dann netztwerkt sie in der verbleibenden Zeit, bringt Freunde und Fremde zusammen an einen Tisch auf der 2. Avenue…

Ich freue mich, Helen und Eve wiederzusehen, geprägt durch Alter und diverse Krankheiten versprühen sie, dessen zum Trotz, eine 20-Jahre Grandezza, stylisch, gepflegt, feminin….

Thema ist an allen Abenden und Tischen die Majorwahl, auch hier die Spaltung offensichtlich. Alle sind informiert, haben Argumente, sehr spannend, dass also in der älteren Generation offener Umgang herrscht.


Ich werde im Nachgang noch mehr schreiben……

Mittwoch, 5. November 2025

Nochmal von vorn




Meine NYC Herbstreise steht ganz unter dem Motto Freunde und Familie!

Genau aus diesem Grund komme ich auch nicht zum Schreiben, zu wenig Zeit für zu viele Pläne…

Schon beim Packen bekam oben gegebenes Motto ein ganz eigenes Gewicht😉, neben ein paar Gastgeschenken und diversen Kleidungsstücken galt es, einige Kunstbildbände in die Hände eines sehr begabten, nun in NYC studierenden, jungen Rostockers zu überführen. 

Auf dem 9-stündigen Flug ersann ich die wildesten Geschichten für die Amerikanischen Zollbeamten, zu erklären, warum ich für nur eine Woche soviel Arbeit dabei hätte - denn die Menge an bunten Klebchen zwischen den Seiten sah definitiv danach aus!

Da ich allerdings die allerletzte in der Schlange war interessierte nur mein Abreisedatum, herrlich einfach!

Wenn die eSIM dann sofort funktioniert, der Bus sogar eher als erwartet gen Innenstadt losrattert und man weiß, gleich findet am geliebten Bryant Park das konspirative Treffen mit eben jenem Studenten statt - dann kann man sich getrost zurücklehnen und vor sich hin lächeln…




Die Sonne scheint wie jedes Mal, wir sitzen draußen, trinken Kaffee und plaudern über Zuhause, das Leben in NYC - die Welt wird ein Dorf - und anschließend nehme ich, mit meinem federleichten Koffer ☺️, die uptown 6 nach Hause, bis zur 96th street und dort wartet Cynthia mit dem, immer gleichen, “Are you hungry!?!”




Natürlich laufen wir zum Asiaten in der 3.Avenue, essen die beste Ramensuppe der Welt und erzählen uns die letzten 300 Tage …..




Ankommen kann nicht schöner sein!

Montag, 3. November 2025

Major


Dann fange ich einfach mal mit dem Aktuellsten an  - New York City wählt seinen neuen Bürgermeister, heute, am 4.November 2025.

Bürgermeister gibt es millionenfach, jedoch hat wohl keiner solche Bedeutung wie jener in NYC. Prestige- und Machtgefüllt ist dieses Amt, ernennen darf er sämtliche “Stadtminister”  in 40 Ressorts, darunter öffentliches Schulsystem, Feuerwehr, Polizei, Gesundheit, städtische Zivil- und Strafrichter, Landnutzung, es geht um ein Jahresbudget von ca. 116 Mrd. USD. Angesichts dessen sollte einen die geringe Wahlbeteiligung von 23% beim letzten Mal verwundern…

Dazu muss man wissen, dass im Vorfeld eine sogenannte Vorwahl - Primary stattfindet,( ca 1 Mio wählen) bei der die Demokraten ihren Kandidaten küren. Bis kurz vor diesem Tag (24.6.) galt der 67 jährige Andrew Cuomo als aussichtsreichster Favorit, amtserfahrener Gouverneur, allerdings mit etwas Geschmäckle in der politischen Vita. 


Quasi aus dem Nichts, allerdings den politischen Strömungen der Stadt entsprechend, erschien der charismatische, 33 jährige Zohran Mamdani. Selbst Moslem, bezeichnet er sich als ‘demokratischen Sozialisten’, man sagt ihm pro-palästinensische und anti-israelische Einstellungen nach, seine Anhänger sind stets jung, links. Andererseits verspricht er große Entlastungen für die Stadtbürger im sozialen Sektor. Mietdeckelung, freie Kita bis 5 Jahre, kostenlose Stadtbusse, gar eine Kette Stadteigener Lebensmittelläden…( manche NYer unken, er möchte eine DDR aus der Stadt machen 🤔)

Finanzieren will er das Ganze aus höheren Steuern, klar.

Er traf ins Herz Vieler und gewann überraschend die Primary!


Nun sollte man meinen, die Demokraten einigen sich auf einen Kandidaten - nicht so in NYC - sie treten tatsächlich gegeneinander an, Cuomo als parteiloser.

 

Unter ferner liefen gibt es noch einen Dritten, Curtis Sliwa (71) von den Republikanern. Die älteren New Yorker kennen ihn als Gründer der ‘Guardian Angels’ eine mit roten Berets ausgestatteten Bürgerwehr, die hauptsächlich in der U -Bahn zum Einsatz kam. Heute sieht man eigentlich niemanden mehr.


In einigen TV - Debatten sind die drei scheinbar heftig aufeinander losgegangen, gegenseitige Anschuldigungen in jegliche Richtungen versprühend.

Ich finde es, in der Tat, sehr spannend, Amerika ist uns in gewisser Weise ja immer ein paar Schritte voraus, gerade in politischen Trends. Ich habe in den paar Tagen hier schon viele meiner Bekannten und Freunde getroffen und dazu befragt. Interessanterweise ziehen sich die Zustimmungen oder Ablehnungen quer durch die Generationen, Geschlechter und Freundeskreise.

Zwar gibt es einen eindeutigen Trend aber nicht umsonst heißt es das ‘Land der unbegrenzten (maybe unerwarteten) Möglichkeiten’.




Sonntag, 2. November 2025

54. NY Marathon


Traditionell findet am ersten Novemberwochenende der NY Marathon statt, in diesem Jahr zum 54. Mal. Wie alles in der Stadt - extra ordinary -. Es gab über 200000 Bewerber aus 150 Ländern dieser Erde,  so viele wie noch nie zuvor. Ähnlich wie bei einer Lotterie werden die Teilnehmer ausgelost, 2-3% schaffen es an den Start. Profis, Prominente, Mitglieder aus Wohltätigkeitsvereinen…



Es ist ein Spektakel, welches auch Tausende Zuschauer, Anfeuerer, Helfer anzieht. Die Innenstadt ist komplett verstopft und voller gut gelaunter, fröhlicher Menschen.

Auf Staten Island bereiten sich die Sportler auf den Lauf vor, nach dem Startschuss geht es über die Verrazzano-Narrows Bridge, es gibt auf den ersten 5 km noch keine Zuschauer. Dann, von geschätzt 1 Mio Mitfiebernden gesäumt, der lange Weg durch Brooklyn, Queens, über die Queensboro Bridge nach Manhattan, hoch in die Bronx und 5th Avenue runter bis zum Ziel im Central Park. 

Viele, viele Freiwillige versorgen die Laufenden mit Wasser und Snacks, es wir gejubelt und gefeiert, die Leute tragen Transparente mit den Namen ihrer Favoriten, T-Shirts mit Konterfeis, es gibt Rockkonzerte, Konfettikanonen, jeder wird angefeuert…..einfach herrlich!!!!!

Am Ende erreichen 59226 Läufer das Ziel, 2 Kenianer gewinnen : Benson Kipruto (2:08:09) und Helen Obiri (2:19:51)



Das Wetter war großartig, blauer Himmel, fast ein wenig zu warm. Man braucht sich an diesem Tag eigentlich nichts anderes vorzunehmen, alle Straßen gesperrt oder verstopft, die Öffentlichen überfüllt, ich bin selbst auch etliche Kilometer zu Fuß gegangen, quasi mitgeflossen in dieser wunderbaren Volksfeststimmung…..



Mittwoch, 11. Dezember 2024

Goodbye and happy holidays


Grau beginnt mein Abreisetag und in Voraussicht auf langes Sitzen zieht es mich nochmal runter zum East River, ist sowieso zu kurz gekommen, das ganze Wasser hier. 
Die Tauben haben sich jedenfalls schon mal zur Abschieds - Zeremonie platziert….



Ich wandere noch ein wenig durchs Viertel, besorge mir, vorsichtshalber, ein paar ganz einfache Kopfhörer und kehre in dies niedliche Cafe ein.

Der Koffer ist gepackt, letzte Umarmung mit Cynthia, Verabredung zur nächsten Staffel “ Kleo”
Und dann geht’s los, den umgekehrten Weg, mit der 6 Downtown….


Bis zur Grand Central Station, kurz die Deko checken….



Und nochmal einkehren, auslassen, Verabschieden….





Und dann fängt es doch tatsächlich an zu regnen und zwar so richtig dolle, verrückt……




Dienstag, 10. Dezember 2024

2. Advent



Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. (Lukas 21,28)

Und so stimmen wir ein, “ Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“

Angekommen nun endlich auch hier, in St.-Pauls, im Advent, in der Gemeinde, wie sehr ich mich auf diesen Sonntag gefreut habe.



Weihnachtlich hatte ich die Kirche ja bis jetzt nur auf Bildern gesehen. Ein strahlender Lichterbaum und eine feine, bescheidene Deko, kleine Kränze überall, nahezu gemütlich warm.

( Im Amerika der Klimaanlagen ist das eher selten anzutreffen. Da ist selbst bei Außen - Minusgraden kein Aufwärmen in öffentlichen Räumen möglich. Für längere Aufenthalte, Theater oder Ähnliches, sollte man sogar noch etwas zusätzlich mitnehmen. Mein riesiger Wollschal hat mich hier immer gerettet.)

Aber zurück in den Gottesdienst, es ist Advent, in dieser Zeit kommen mehr Menschen in die Kirche. Auch den ein oder anderen Zweifler oder Zauderer zieht das “ Weihnachtswunder” an, man möchte zusammenrücken, teilhaben an Jesus‘s guter Zukunftsvision für uns Menschen. Denn er hat auch in seinen dunkelsten Momenten an eine Erlösung, für die von Gott gesegneten, geglaubt und Zuversicht verbreitet.
Verlässlich nimmt Pastor Lars uns mit auf die heutige Reise, nie ist er sich zu schade, auch eigene Unzulänglichkeiten heranzuziehen, er erhebt sich nicht, steigt auf keine Kanzel…..ich fühle mich eingeladen, mitgenommen, hoffnungsvoll und zuversichtlich….und beschenkt. Danke!🙏🏼 

Und wie wunderbar, eine Taufe heute, eine Erwachsene - eine bewusste Entscheidung für Gott, selten in heutigen Zeiten. Hier in St.- Pauls gibt es tosenden Beifall….😌

Mit all meinen Lieblingsweihnachtsliedern - Tochter Zion, Es kommt ein Schiff geladen, Wie soll ich dich empfangen ( heule ich immer🥹) bin ich beseelt und wahrlich vorweihnachtlich eingestimmt und freue mich auf zuhause, unsere Familientraditionen, unsere Geschichten, Gesänge, unsere Behaglichkeit.

Im Anschluss trifft man sich zum Kirchenkaffee und alle sind sie da!!!! Ich freue mich besonders über die Älteren, von denen doch manche oder mancher über gesundheitliche Einschränkungen zu klagen hat. Wir haben eine gute, fürsorgliche Zeit miteinander. 
Und es gibt ‘Neue’, junge Familien und viele Kinder, welche schon fleißig für‘s Krippenspiel geübt haben, das leider erst am 3. Advent aufgeführt wird. Kann man ja zum Glück streamen heutzutage.

Auch eine neue Tradition ist das sonntägliche Lunchen, zu dem sich meist zwischen 8 - …..Leuten zusammenfinden, ja, die Gemeinde entwickelt sich!
Gesättigt von Kaffee und 🥧 Kuchen geselle ich mich trotz dessen dazu, ich möchte einfach teilhaben solange ich hier bin und die Verbundenheit stärken. 




Ein Abschied, von allen, auf unbestimmte Zeit, denn morgen Abend fliege ich zurück nach Deutschland.



Doch bis dahin ist es noch lang hin……….
Ich mache mich auf den Weg Richtung 5th Avenue, die heute 200.Geburtstag feiert 🎊unter dem Motto “You’ve Arrived on Fifth: 200 Years of Icons and Dreams.”
Von der 48th bis zur 55th street ist alles Autofrei für ein paar Stunden, ich denke mal Tausende tummeln sich zwischen Buden und Bühnen. Viele Läden laden zu Süßem und Getränken, es gibt Livemusik und Strassentänze und so viel Buntes und Licht, herrlich kann man sich mitreißen lassen…



Unvorstellbar, dass aus dieser kleinen Ladenstraße, in der bis in die 1860-er Jahre noch kleine Holzhütten standen, eine der berühmtesten Straßen der Welt werden würde. Sie schlängelt sich auf etwa 10 km vom Washington Square Park (Greenwich Village) hoch zur 143th street in Harlem. Flatiron, Empire State Building, Bryant Park, St.Patrick’s Cathedral, Central Park, Metropolitan Museum, Guggenheim schmiegen sich an und all die bekannten Kaufhäuser Tiffany’s, Bergdorf Goodman, Dior, Prada, Louis Vuitton ….
In den 1920ern siedelten sich im nördlicheren Abschnitt die reichsten New Yorker an. In der sogenannten “Millionaires Row” entstanden Prachtbauten, in der Upper East Side noch zu finden, wechselte das Bild zur jetzigen “Billionaires Row”. Hier eben jetzt die riesigen Hotels, Kaufhäuser …..
Nicht zuletzt diente sie einigen bekannten Filmen als Schauplatz, so wandelte Audrey Hepburn als Holly Golightly in “Breakfast at Tiffanys”dort entlang, sie bot Kulisse für “Kevin allein in New York”, “Spider Man”, “Der Teufel trägt Prada”, “Ghostbusters “…

Dazwischen verharren etliche Gotteshäuser und erfreuen sich einer gleichbleibend hohen Anzahl an Besuchern, Einheimische und Touristen. 
Und so entkomme ich dem Trubel noch einmal und schlüpfe in die Staint Thomas Church zur Advent Procession und lasse mich verzaubern vom ansässigen Knaben - und Männerchor.



 


Noch einmal mehr beseelt trete ich zurück in den Wahnsinn auf dem Pracht - Boulevard und freue mich auf einen letzten gemeinsamen Abend mit Cynthia……

Sonntag, 8. Dezember 2024

The Baby Grand Piano

Öffne ich morgens die Augen ist dies mein Ausblick, verheißungsvoll oder?!
Alles ganz nach meinem Geschmack, eine unverputzte Ziegelwand, gespickt mit Fotos Cynthias’s unzähliger Projekte…, ein Kronleuchter an der Decke, zwei kleine links und rechts vom Bett. Hinter dem Vorhang ein kleines Fenster zu einem recht dunklen Lichtschacht, in dieser Jahreszeit geht es hier nur mit künstlichem Licht. Für etwas Frischluft reicht es und das Teilhaben am Familienleben der Nachbarn…..
Es ist Samstag, CynthiaTag, den wir traditionell mit einem Super -Smoothie beginnen. Normalerweise läuft man an diesen Tagen durch all die kleinen Galerien, die Künstler treffen sich, tauschen Neuigkeiten aus, bewerben ihre eigenen Projekte …. Also putzt Cyn sich raus, packt Flyer in ihre riesige tote bag, eigene Kreation natürlich, und legt den Seidenschal um - The Baby Grand Piano, oha, nichts für schwache Nerven😇, ja, wer genau hinschaut…., kann sich gern belesen (karalla.com)



Da Cynthia aus Prinzip lieber in ihrem German black boyfriend unterwegs ist und es heute soooo kalt ist brausen wir los Richtung Chelsea, brauchen 10 mal so lang wie mit der sub, um dann festzustellen, dass kaum jemand da ist…..denn es ist Art Basel in Miami…und somit jeder der kann, dort unten ist 🤷🏼‍♀️. Die verrückte Cyn überlegt natürlich gleich, ob wir da mit dem Auto hinkönnten 🤪, klar scheitert daran, dass kein anderer den Wagen fahren kann ( Versicherung), puh, 😅!!!!!


 So fahren wir einfach bisschen durch das samstägliche,

weihnachtliche Manhattan und entscheiden uns gegen die Kälte und für die besten dumplings 🥟 der Stadt, unten in Chinatown. 
Man muss eine Weile anstehen aber der Genuss rechtfertigt alles, wir schwelgen in Leckereien und zahlen am Ende $45 mit tip, für zwei! Also absolute Empfehlung 👍🏻

Hier ganz in der Nähe habe ich im Frühling gewohnt, also meine alte „hood” und das lockt mich wieder raus. Cyn will auf die Couch, ich rumlaufen….
Und so schaue ich nochmal in der Eldridge street vorbei, die Haustür ist frisch gestrichen, so alltägliche Dinge halt. Der 1 Mio Kleine Dinge China - Laden nebenan läuft, der Dreck auf den Wegen verlässlich liegengeblieben, scheint ja hier auch nie jemanden gestört zu haben …..

     
 Und weiter Richtung Noho, Soho….. immer das Empire State Building im Blick.  Schaut euch dieses Wetter an, diese Farben, alle Tage Sonne satt und blauen Himmel! 
Nochmal an den Tenements entlang, rüber über die Houston Street schlängele ich mich durch diese coolen Viertel……                                                    
Und da entdecke ich doch tatsächlich einen Banksy! Man muss einfach die Augen aufhaben und richtig hinsehen!!!!!!!



2013 war er hier und hat etliche Fassaden aufgewertet, in nahezu allen Boroughs. In der Canal street 277 gibt es seit kurzem ein Banksy Museum, passend in einem alten Oltarsh Fabrikgebäude, welches in den 1930-ein auch mal ein Theater beherbergte.
 


Als ich endlich am macy’s ankomme ist es dunkel und so glitzert und funkelt die Weihnachtsdekoration und lädt zum Verweilen ein. Tatsächlich! Vor dem Haupteingang gibt es ein kleines, fast gemütliches  Weihnachtsdorf, es gibt Leckereien aller Art und für jeden Geschmack, ein bisschen Kunst und Kitsch und wirklich etwas Behaglichkeit, weniger Menschen als man erwarten würde. Hier bekomme ich auch einen, wenn auch teuren, richtig guten Eggnog, mit Rum 🍹 sehr, sehr lecker. 

Zuhause wartet Cynthia, sie hat sich auch mal ein wenig erholt und freut sich auf ein gemeinsames Abendessen und Serie auf der Couch mit Popcorn - ein altes Ritual von uns 🍿
Beim letzten mal haben wir Kleo geschaut, echt - eine deutsche Serie synchronisiert, das ist doch wohl mal was!!!!!
2. Staffel steht auf dem Programm und wir feiern den Witz und den Charme und die Popfarben und jeden einzelnen Darsteller - das ist echt sehenswert! Und Cyn, die absolut keine Ahnung von der damaligen Situation, DDR, ‘Westen’, Russland ….hat, vergleicht es mit James Bond und amüsiert sich prächtig.

Und ich mich auch!



 

Samstag, 7. Dezember 2024

Ich brauche 30h Tage

 Das Schreiben kommt zu kurz.

Tagsüber möchte ich alles aufnehmen und nachts bin ich zu müde, ich brauche Urlaub vom Urlaub 😂


Ein paar Stunden Metropolitan Museum müssen auch, ich bin immer wieder fasziniert von Degas’ Plastiken und Skulpturen und studiere ewig all die Pferde und Damen und Tänzerinnen.


Die 14 jährige Tänzerin wurde vormals, ca 1875, als bemalte Wachsfigur erschaffen und erst nach dem Tod des Künstlers in Bronze gegossen, mit einem Mieder und Tüllkleid ergänzt.
Das Original ist in Washington und einer der 29 Abgüsse hier in NYC.


Hopper spricht mich auch immer sehr an, hier leider nur dies eine.


Aber, und dafür bin ich heute hauptsächlich hier, die Tiffany Glasfenster…..die Mr Tiffany vor gut 100 Jahren für sein eigenes Haus designt hat und gerade dieses ist neu überarbeitet, was für eine Farbenpracht, wie ein echter Gartenblick…..




Das ursprüngliche Haus, auf Long Island gelegen, ist leider einem Brand zum Opfer gefallen, nur der Wintergarten und diese wunderbaren Fenster konnten gerettet werden.

Im Vorübergehen dann all die Großen, immer wieder ein Genuß, all die Originale, ein Ort an welchem man niemals fertig wird, es gibt immer etwas Neues zu entdecken, schon allein deshalb, weil man sich auf jeden Fall verläuft und hofft, den Ausgang noch vor Ladenschluss zu erreichen.


Und, passend zur Weihnachtszeit, der “Messiah” von Händel. 1742 in Dublin uraufgeführt, die vertonte christliche Heilsgeschichte, in Amerika sehr beliebt und fast täglich irgendwo zu hören.
Für dieses Vergnügen habe ich mich mit Peter verabredet und wir genießen ein großartiges Konzert in der Presbyterian Church in der 5th Avenue, gesungen und begleitet vom 5th Avenue Choir & Orchestra. 






Ca 30 Sängerinnen und Sänger und ein paar Musiker nahmen uns mit auf eine wunderbare Reise, ein Geschenk!
Man taucht in eine andere Welt, fließt mit den Stimmen und Tönen durch die Geschichte……




Und draußen, auf der 5 -ten, landet man wieder im Lichter - und Menschenmeer, alle Weihnachtshits dieser Welt brüllen auf dich ein, es scheint ein anderer Planet zu sein….wir fühlen uns erleuchtet, von innen und von außen und beseelt fließen wir einfach mit….


Up to Highland Falls

Der berühmte german black boyfriend ist schon sehr verlässlich. Auch nach mehr als 300000 km schwebt er förmlich über dem Highway, natürlich...