Montag, 18. März 2024

New York und die Iren

 



Am 17. März begehen die Iren bekanntlich den St. Patrick’s Day und dies wird nicht nur in Irland, sondern, gefühlt, auf der ganzen englischsprachigen Welt zelebriert. Neben Boston, die sogar ihre Flüsse grün färben, gibt es in New York eine der größten Paraden, ein wahrlich sehenswertes Spektakel.

Bischof Patrick von Irland gilt, als erster christlicher Missionar des Landes, als Volksheld. Im Jahre 432 soll er den heidnischen Inselbewohnern den christlichen Glauben nahegebracht, die Heilige Dreifaltigkeit anhand eines dreiblättrigen Kleeblattes ☘️erklärt haben. Auf Abbildungen erscheint er in blauer Robe und mit einer Schlange, Mythen zufolge sorgte er dafür, dass Schlangen und andere giftige Tiere die Insel verließen. Auch für den Bau von 365 Kirchen zeichnet er sich verantwortlich.

Die jährliche Heilige Messe (17.3. Todestag) wird in Dublin in irischer Sprache gehalten und die anschließende Feier ist gleichermaßen Ausdruck christlichen Glaubens und irischen Patriotismus’ und weltweit gilt an diesem Tag "Everybody’s Irish on St. Patrick’s Day".

Doch zurück nach NYC….bekanntermaßen zählen die Iren zu einer der großen Einwanderergruppen, was natürlich zur Folge hat, dass es hier eine sehr große Community gibt. ( bei der Migration der Iren in den letzen 150 Jahren in alle Richtungen der Welt habe ich mich manchmal gefragt, wer da eigentlich noch übrig geblieben ist…)

An diesem heutigen Tage, vermute ich, eine friedliche Übernahme der Insel, egal durch wen😂, wäre garantiert - denn wirklich ALLE Iren sind hier!!!!!

Los geht es 11 Uhr, entlang der 5. Avenue. In den Seitenstraßen 44. - 79. warten ca 250 000 Menschen, Spielmannszüge, Schulen, Sportvereine…., auf ihren Einsatz. Zuschauer ☝🏻2 000 000 !


Unzählige Schottenröcke, Dudelsäcke, Karierte, Grün-Gekleidete, Banner…., zum Glück ist es sonnig und ca 18 Grad warm, bei all den Kurz-beRockten. ( Aber man weiß ja, dass die Iren, und auch Engländer, ihre Garderobe beim ersten Sonnenstrahl auf kurz umstellen, echte Nordmänner und Nordfrauen eben)

Es ist ein absolutes Spektakel!

Ich schlängele mich die 5. entlang und finde einen Hydranten an der Hauswand eines der Nobelläden. Die Security lässt mich gewähren, sehe ungefährlich aus, und so schaue ich bequem über alle hinweg. 

Das Ganze dauert ca 5 Stunden, (so lang war ich natürlich nicht dabei) um sich dann in alle Richtungen Manhattans zu zerstreuen, das Guinness fließt……und die Stadt ist grün, irisch ☘️ 


PS und wieder einmal bin ich beeindruckt von der positiven Energie, dem Gefühl "Ja, wir sind Iren aber ja, wir sind Amerikaner!" 

Im Anschluss treffe ich einen Rostocker Bekannten zum Kaffee, herrlich, auf meine Empfehlung hin, wohnt er drüben in Queens bei Margret und David. Wie schön, wenn sich alles so verbindet….

Und da ich ja eine ganze feine Wohnung habe, koche ich selbst und lade meine Damen zum Dinner, Alltag in New York…..







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