Heinrich ist im MoMA!
Wahrscheinlich geht New York nicht ohne!
Ja, ich erinnere ja auch vieler witziger Objekte, es ist experimentell und anders als andere Museen, auch Kunst ist zum Glück Geschmacksache und jeder wird etwas für sich finden, so er sich auf die Suche begibt.
Ich nutze die Zeit zur Nachlese. Klar, die Frage, warum jemand eine begrenzte Zeit in New York mit Lesen und Schreiben verbringt, ohne Schriftsteller oder Reisereporter zu sein, ist berechtigt. Stelle ich mir selbst manchmal und hadere schon - gehe ich lieber noch mal los oder vertiefe ich mich rein gedanklich?
Jedoch gibt es für mich nichts Spannenderes als zu WISSEN WAS man sieht, Dinge und Wesen SEHEN….(😉 schön in Avatar)
Und dann diese Schlüsselerlebnisse manchmal, nach Tagen, Wochen, Monaten…Jahren. Puzzleteile fügen sich ein, wo vorher nichts fehlte und nachher ein Ganzes ist, so fühlt sich manchmal Glück für mich an.
Und das Schreiben macht das Erlebte wiederholbar, lässt andere teilhaben, wer hört sich denn heute noch einen 3 Monats - Reisebericht an? So lange kalte Winterabende gibts ja gar nicht mehr und viele Menschen haben das Zuhören und die Geduld irgendwo verloren.
(Dazu eine kleine Anekdote aus meiner Schulzeit hier; wir sollten uns um einen Job bewerben und dafür Stärken, Schwächen, Was kann besser werden….erzählen und eine junge deutsche Frau sagte, meist interessieren sie Dinge, die andere erzählen nicht und sie müsse noch besser darin werden, diese Gespräche im Keime zu ersticken und einfach wegzugehen! 😳Dabei hatte sie tatsächlich auch eine ablehnende Körpersprache, was, glaube ich, die meisten etwas verschreckt hat und dafür sorgte, daß diese Frau eigentlich auch nie zu etwas eingeladen wurde. Wie schade, man kennt ja ihre Geschichte nicht, aber wie schlimm muß es sein, wenn der Mensch das Soziale, die Fürsorge, was uns auch ausmacht komplett ablegt?
Insofern stelle ich für mich fest(wie immer😌) - es kommt eh wie es soll - und im Vertrauen darauf habe ich mit jeder Minute, lesend, hörend, sehend, gehend, essend, wartend ……etwas gewonnen!
Hier mal ein paar Wege der letzten 2 Tage 😂
Ein kleines aber lohnenswertes Kunsthighlight ist die Neue Galerie in der 5. Avenue, Ecke 86th Straße.
Zwei gute Freunde, der Kunsthändler und Kurator Serge Sebarsky und der Geschätsmann, Kunstsammler und Philanthrop Ronald Lauder verwirklichten hier ihren Traum. Als Liebhaber deutscher und österreichischer Kunst und Designs trugen sie Werke Klimt‘s, Kokoschka‘s, Schiele‘s, Klee‘s, Marc‘s, Kirchner‘s….zusammen, Arbeiten von Loos, Marianne Brandt… Ein Kleinod, daß leider erst nach Sebarskys Tod, von Lauder 1996, als Tribut an seinen Freund, eröffnet wurde.
Dieses unglaubliche ‘Portrait von Adele-Bauer‘ von Klimt ist hier zu bestaunen, wunderbar! Fünf weitere Klimt Gemälde, die ihren Weg erst in den letzten Jahren hierher fanden, nachdem sie in der Nazizeit durch Enteignung bei Göring gelandet waren und lange Verhandlungen durch die, in die Staaten immigrierte, eigentliche Erbin. Was für Geschichten….
Und im Café Sabarsky sitzt man wie im Wiener Kaffeehaus und genießt Sachertorte und Wiener Melange.
Und da wir interessierte Leute sind, setzt Cynthia uns gleich mal auf die Gästeliste für das Donnerstägliche ‘opening’ der neuen Fotoausstellung im Salmagundi Club, einer der Ältesten seiner Art in den Staaten, gegründet 1871 von Künstlern und Förderern, heute 1100 Mitglieder, junge Talente zu fördern, Altes zu bewahren.
Uns gefällt das Haus und der Altbestand an Kunst besser als die aktuellen Bilder einer mit Hybris gesegneten älteren Dame, deren Fotos von russischen Zirkusartisten weder besonders originell noch gut sind - einfach nur exotisch weil russischer Zirkus, lohnt sich nicht hier abzubilden. Cynthia muss auch lachen, so kreieren wir unseren eigenen Spaß…
Seit über 100 Jahren geht der Laden durch Familienhände, Fleisch und dessen delikate Verarbeitung ist deren Passion. An einem riesigen langen Tresen stehen die Kunden in 7 Reihen und warten geduldig, bis auch sie am Zuge sind und dabei zuschauen, wie ihr ‘Burger‘ entsteht. Mit Ruhe und Gelassenheit hält der Meister small-talk mit jedem Gast, während das scharfe Messer das dampfende ‘Rot‘ in zarte Scheiben trennt und er diese dann zu Haufe im selbst gebackenen Brot schichtet, mit Gürkchen garniert und schlussendlich über die Theke schiebt…..
Soooooooooooooooooooo leckerrrrrrrrrrrrrrrrr!!!!!!!!!!!!!!!!
Und wenn wir schon beim guten Essen und meinen Empfehlungen diesbezüglich sind dann kommt auch das ‘Astoria Seafood’ in Queens noch mal dazu, hatte ich schon mal geschrieben. Bester frischer Fisch, täglich wechselndes Angebot, ja nach Fang, alle Sorten Fisch, Krabben, Garnelen, Muscheln, Austern…man wählt den Fisch und sagt, ob gebraten oder frittiert oder sonst wie und los gehts, bisschen gutes Öl, Kräuter, Salat, zum Niederknien gut!






















… auch ich möchte nach so langer Abstinenz mal wieder ein paar Zeilen senden! Liebe Ina, Deine Worte sind wohl gewählt und fantastisch, es ist ein großer Genuss von Dir zu lesen ich fühle mich auf’s Beste unterhalten, außerdem ist Deine Mode frisch und neu und Deine Frisur macht Deine Erscheinung jung und fluffy! Bleib doch einfach noch ein paar Monate, verlängere den Presseausweis und wandere weiter in lustigen Schlaufen durch diese Stadt. Dann brauch ich nicht mehr über den Teich zu fliegen. 😁Ich kann einfach in Ina’s Blog und bin inmitten Deiner Abenteuer, Deiner erlebt, erlaufenen, erlesenen Geschichte. Es ist ein so großes Vergnügen! Gruß und Kuss durch die Nacht
AntwortenLöschen… übrigens Katz’s stand auch auf meiner kulinarischen Liste…wie so manches besuchte Museum von Dir… wie schon gesagt: “ Es ist ein großer Genuss für mich “
😌wie schön, auch ein gutes Gefühl für mich, ein positives Feedback! Und mein Press Pass gilt für 10 Jahre, also…..
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