Ich bin im Rückstand, einen Tag, und ich komme nicht hinterher mit dem Lesen, Gedanken sortieren und aus dem Haus gehen….aber ich möchte mich später erinnern….
Also fange ich einfach an mit dem Gottesdienst am Sonntag - Rituale 😉, welcher zum letzten Mal vor der Konfirmation von den Jugendlichen selbst gestaltet wird. Das zieht oft ein paar mehr Besucher, kennt man ja, wenn die lieben Kinderlein beteiligt sind.. Diese hier machen das jedenfalls ganz wunderbar, sie erklären uns, warum sie an Gott glauben, wie sie ihn gefunden haben, wann sie ihn hinterfragen, wo sie ihn vermuten. Damit treffen sie bei vielen einen Nerv und ich denke, jeder hängt da so ein bisschen den eigenen Gedanken hinterher..
Beim anschließenden Kirchenkaffee haben wir immer einen witzigen ‘Stammtisch’, ich hab mich ja mit einigen der schon sehr lange hier Lebenden angefreundet und so tauschen wir immer Neuigkeiten aus, Unfälle, Besucher, neueste Ausstellungen. Wir gehören immer zu den letzten, dafür waschen wir ab, trocknen alles und hinterlassen es fein ordentlich für’s nächste mal.
Das Wetter ist sommerlich und so ziehen Peter und ich noch eine große Runde Richtung Greenwich Village, er will mir unbedingt einen bestimmten Laden zeigen. So verbringe ich den ganzen Nachmittag in der Gegend, dort war ich noch nicht so gezielt und es ist ein ganz lebendiges junges Volk unterwegs, viele Gebäude der NY University sind hier zu finden, um den Washington Square Park herum, da ist Volksfeststimmung…und in allen angrenzenden Gassen dicht an dicht das Kneipenleben, herrlich!
Hier tummeln sich die Poeten, Skater, Tag - und Nachtschwärmer, Bob Dylan und Paul Simon begannen ihre Karrieren in den hiesigen Clubs, Filme und Shows wurden hier gedreht…
Also genieße ich es und bestelle mir einen Cosmopolitan, wie es sich gehört, und trinke auf meine Geburtstags - und Hochzeitstagskinder zuhause und auf mein schönes Leben!😇 Prost !
Schon ruft Cynthia an und ordert mich zum 19 Uhr Dinner mit irgendjemandem…..
Also arbeite ich mich weiter durch Noho, Richtung Union Square, vorbei an wunderschönen Fassaden und unglaublichen Schaufenstern.
Also ganz ehrlich, was genau kostet hier so viel Geld??? Kann man damit rennen wir der kleine Muck oder was !? Das sieht man den Schuhen doch niemals an?!? Naja, muß ja jeder selber wissen 🤷🏼♀️
Nun, ich tröste mich damit
Und freue mich, diesen Kreis hier zu schließen, heute bin ich zum dritten Mal an dieser Stelle, witzig.
Kurz vor 7 zu Hause, Zack Zack, wir essen auswärts! 2 Avenues east, 7 Straßen runter, Ziel ein Asiarestaurant, unterwegs kurze Einweisung🤭
An unserer heutigen “Spielrunde” nehmen teil, J & P, sie kommt aus Peru und arbeitet in irgendeiner Behörde und er ☝🏻ein Roosevelt, ist Journalist bei einer NY Börsenzeitschrift, und soviel wie ich jetzt so gehört und gelesen habe - ein Durchblicker.
Dann haben wir da die an die 90 jährige E, eine ganz zauberhafte gutaussehende, gepflegt, geschminkt, geschmückte Dame, deren Eltern sehr gute Tänzer waren und die darüber Martha Graham persönlich kannte und auch sonst wohl fast jedes Land der Erde bereist hat und laut Cyn in einer Villa voller Antiquitäten lebt, gerade heute war sie wieder bei Sotheby’s ..
Noch mehr Erstaunen löst L aus, obwohl mich wohl irgendwann nichts mehr wundern sollte, diese Frau jedenfalls ist die Chefin am Set etlicher Serien und Shows, Sie entscheidet über jeglichen Background, wie stehen die Möbel, ist Kaffee in der Tasse, was hängt an den Wänden und und und. Sie steht für »Law and Order«, hat gerade die neuste Staffel »orange is the new black « ausstaffiert, völlig verrückt, hatte ich gerade mit Malwine drüber gesprochen…und sie erzählt, daß sie schon oft mit Dingen aus Cynthias Repertoire gearbeitet hat! Wow, ich verspreche, demnächst alles zu schauen und besondere Aufmerksamkeit auf die Kulissen zu richten!
Da meine beruflichen Ausführungen wohl weniger spannend wären😂 ist meine Biografie und das Leben in der DDR meist für die anderen von größerem Interesse, ist ja auch bisschen spektakulär, zumindest wenn man es mit gebildeten Amerikanern zu tun hat, die davon auch schon mal etwas gehört haben und echtes Interesse zeigen.
Nebenbei genießen wir ein köstliches chinesisches Mahl und beseelt und dankbar laufen wir nach Hause, hüpfen über die weißen Zebrastreifen, planen die nächsten Tage…..








Das klingt alles so richtig toll und spannend! Hier nur ein kurzer Gruß mit dem Biestower Glockengeläut der Mittagsstunde sende ich meine Gedanken an diese bunte Vielfalt bei den Menschen, über den großen „Teich“ zu Dir liebe Ina.
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