Dienstag, 9. Mai 2023

Coney Island

Um mal eine Vorstellung von den Entfernungen zu bekommen, der ’Q’ Train (gelb) startet hier oben bei uns in der 96. Straße und Endstation ist Coney Island, ganz unten in Brooklyn am Strand. Man fährt etwas über eine Stunde, anfangs unterirdisch ganz Manhattan runter, über die Manhattan Bridge und dann fast nur noch ebenerdig oder hoch, was sehr schön ist, man sieht viel. Das Ganze für $2,75 pro Strecke, tolle Sache!

Es handelt sich hierbei um einen sogenannten Express Train, 😉für zukünftige NY Reisende, es gibt Local and Express, der erste hält an jeder ‘Kanne‘ und der andere nur an einigen markanten Umsteigebahnhöfen. Er rast mittig zwischen den anderen hindurch, super Sache für diese langen Distanzen hier. Man muss nur aufpassen in welchen man steigt, da es teilweise gleiche Nummern sind.

Ich steige schon am Brighton Beach aus, erster Strandzugang und ich bin fast allein unterwegs hier zum Schluss, obwohl es sommerlich heiß ist.


Das Wasser blitzt schon durch die Häuserzeilen und ich fühle mich fast wie zu Hause, jaaa herrlich, das Wasser!!!!!






Ewig weiter Strand und kaum ein Mensch zu sehen… ich beginne an einem Ende und laufe im Wasser den Strand ab, gar nicht so kalt, sammle ein paar Muscheln - Touri - und lege mich in die ☀️, mache ich ja sonst fast nie. Die einzigen Stimmen um mich herum sprechen russisch?!? Ein paar spanisch…

Im Wasser entdecke ich dann einen Pfeilschwanzkrebs, vor dem ich zuerst erschrecke, weil er immer wieder untertaucht und von den Wellen wieder angespült wird, als würde er Spaß daran haben…


Witzig, das sind regelrechte Urzeitvertreter, die gerade hier in Nordamerika zu finden sind.

Ich laufe dann tatsächlich den ganzen Strand ab, mal am Wasser, mal auf der Promenade, bis zum anderen ’Grenzzaun’, danach wird’s privat - Sea Gate. 



An der Promenade, die im übrigen Riegelmann Boardwalk heißt und 4,3 km lang ist, liegt der Vergnügungspark, der leider nur am Wochenende geöffnet ist, mit ganz vielen Karussells, Achterbahnen, Riesenrädern..das verspricht eine Menge Spaß!






Bereits vor über hundert Jahren gab es die Anfänge des ’National Playground’, durch Feuer, Unfälle, Hurrikans zerstört-immer wieder aufgebaut und auch jetzt werkeln überall Leute daran herum.

Es gibt ein Aquarium und ein Theater und jede Menge Buden, nur kaum Menschen, merkwürdig.

Auf der Seebrücke tummeln sich ein paar Musikanten und Angler und irgendein Hansa Fan war auch schon mal da..


Zum Ende der Wandelallee erklärt sich die Herkunft der Sprache, es gibt dort ein paar Senioren- und Reha-zentren mit russischen Namen und Beschreibungen, aha! Im Anschluss die jüdischen…

Ich gehe durchs Hinterland zurück Richtung Sub, dritte, vierte Reihe vom Wasser weg, dort kleine alte Häuser und nur Schwarze ( das darf man hier in Amerika übrigens so sagen, reguläre Bezeichnung, habe mich erkundigt😌), die Areas sind total abgesteckt, als Unkundiger wandelt man einfach durch alle durch, das ist wirklich spannend. Der Straßenname klingt doch verheißungsvoll.


Am Ende des Tages habe ich 16 km zurück gelegt und einen neuen Sonnenbrand, haha…




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