Jubiläum! Heute bin ich 10 Tage hier und zur Feier des Tages kaufe ich frische Blumen, wunderschöne Tulpen, für nur $12😐, aber da ich sonst doch eher sparsam lebe, steht die Freude im Vordergrund!
Regen in New York, auch neu für mich. Für meinen Sonnenbrand(☝🏻) ist es gut und so gehe ich etwas später aus dem Haus. Neues Verkehrsmittel - Bus. Ähnlich der U-Bahn, ist auch diese Haltestelle nur um die Ecke. Mit einer fröhlichen Kinderschar auf der Rückbank gehts Richtung Astoria, knapp 20 Stationen. Beim Aussteigen bedankt man sich beim Busfahrer, in diesem Fall einer Busfahrerin, das find sich sehr sehr schön. Man kennt das ja aus einigen anderen Ländern und nach einer Reise, vor ein paar Jahren, wollte ich das unbedingt beibehalten und habe am Dobi beim Aussteigen DANKE gesagt, hat für lustige Irritationen gesorgt und ich hab es nicht durchgehalten…aber hier ist es ein normaler Umgang und somit sehr fein! Die vielen kleinen Dinge im alltäglichen Umgang ermöglichen den Brückenschlag zwischen allen Schichten, etwas, was uns in D irgendwie abhanden gekommen ist. Jeder fühlt es, auf jeder Reise und doch verhallt es wieder.
Gut! Meine heutige künstlerische Inspiration hole ich mit bei Herrn Isamu Noguchi in einem nach ihm benannten Museum und Garten.
Noguchi lebte von 1907-1988 und war Sohn einer Amerikanerin und eines Japaners, geboren in Amerika. Die turbulente Beziehung der Eltern wirbelte ihn als Kind zwischen den Kontinenten hin und her, sodaß seine Identitätsfindung Jahrzehnte seines Lebens andauerte und sicher auch Quelle einiger seiner Werke war.
Schon als Kind zog es ihn zur Bildhauerei, die Italiener hatten es ihm angetan, doch begann er vorerst ein Medizinstudium an der Columbia University. Recht schnell aber gab er dem inneren Drang nach und widmete sich seiner künstlerischen Laufbahn.
Rasch machte er sich einen Namen, erhielt ein Guggenheim Stipendium, arbeitete mit Stein und Holz, später auch Metall, fotografierte…pendelte zwischen Amerika, Frankreich, Japan..er fertigte Büsten ( Martha Graham) erlernte das Zeichnen in China. Er ging nach Mexiko, fertigte riesige Plastiken und hatte eine Liaison mit Frida Kahlo.
☝🏻☝🏻Für die World’s Fair 1939 entwarf und fertigte er eine Fontäne! Er hatte eigene Ausstellungen und sich einen Namen gemacht.
Während des 2. Weltkrieges war die Stimmung in Amerika sehr antijapanisch und somit änderte sich vieles, auch für die 'Nisei', in zweiter Generation als Kinder der Einwanderer Geborene. Er wurde politisch aktiv und mobilisierte Nisei - Künstler und Schriftsteller in einer Vereinigung, kämpfte für Demokratie und warb für Loyalität zwischen den Völkern.
Es gab richtige Internierungslager, freiwillig begab er sich für 6 Monate in ein solches Center, er wollte dort Parks, Sportplätze anlegen…das war allen suspekt, Leitung, Insassen…niemand traute ihm, klingt auch verrückt!
In Friedenszeiten entwickelte er seine Fähigkeiten weiter, entwarf Möbel und Lampen, wunderschöne!
Er entwarf Theaterkulissen und Utensilien, Skulpturen, Gärten, hatte ein Atelier in Japan und eines in NY.
Einige bekannte Werke sind u.a. Gardens for UNESCO(Paris), Billy Rose Skulpturgarten(Jerusalem), Twin Sculptures(München), Sky Viewing Sculpture(Washington).
Hier in Queens sind nur ein Bruchteil an Plastiken und ein schöner Garten zu bestaunen. Der Frühling sorgt für einen wunderbar erblühten Magnolienbaum…
Dieser Ort hat auf jeden Fall etwas sehr beruhigendes, fast meditatives und man gibt sich dem gern eine Weile hin.
Ich persönlich kann manchmal mit Plastiken nicht ganz so viel anfangen, und auch beim Betrachten aus allen Winkeln erschließt sich mir nicht das Anliegen 🤷🏼♀️ aber für ein Exponat hätte ich mich heute entschieden, nämlich diesen Tisch :
Warum?
Man braucht keine Decke, keine Deko, sieht immer gut aus und all zu gern würde ich mit der Hand diesen Berg anfassen!!!!!!
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