Herrlich blau empfängt mich die Stadt und lädt zur Erkundung des südlichsten Zipfels Manhattans ein. Schlendert man durch Chinatown am Morgen erlebt man den mehr oder weniger organisierten Abtransport des gestrigen Mülls, Kanalarbeiten und Einblicke in metertiefe Rohrsysteme unter der Stadt, Lampionketten und Denkmäler Altchinesischer Größen wie z.Bsp. Laotse oder übergroße Graffitis, die das Überleben der chinesischen Gemeinschaft auch für die Zukunft vorhersagen, daran zweifelt sicher niemand.
Zügig gelangt man zu den, aus vielen Nachrichten und Filmen bekannten, Gerichtsgebäuden. Supreme Court, die noch recht frisch sanierte City Hall, die 1811 erbaut wurde und in Amerika eines der ältesten, durchgängig für Regierungsgeschäfte genutzte Gebäude seiner Art ist.
Die Häuser werden größer und kratzen wirklich am Himmel…, alt neben neu und der Kopf biegt sich im Nacken, Glasfassaden spiegeln die Sonne, Stuck, den Charme der feinen Architektur und ja, es passt auch alles irgendwie zusammen und ergibt eine Ästhetik, die sich auch für mich gut anfühlt.
Das Mahnmal ist erstaunlich gut gelungen, fast versöhnlich fühlt es sich an, der stetige Fluß des Wassers in die Tiefe der Becken, trotz allem eine tiefe Stille…
Zufällig habe ich im Vorbeigehen die Ankündigung einer Konzertreihe des Choir of Trinity Wall Street entdeckt und so eile ich zur St.Paul’s Chapel und werde so reichlich beschenkt. Bach Kantaten, von einem wahrlich unglaublichen guten Chor und klar, es hat mich extrem angefasst..
Kreuz und Quer durch den Financial District, den Bullen entdeckt, das gut bewachte NYSE, in ganz Manhatten möchte man Sicherheit vermitteln, für mich fühlt es sich ganz gut an.
Die wärmenden Sonnenstrahlen führen mich zum Wasser zurück, mit einem Kaffee, ja, von Starbucks, setze ich mich ans Pier 17 und kann meine Gefühle kaum fassen. Überwältigt, ergriffen, erstaunt, beseelt, inspiriert…….New York ist schon eine ganz besondere Nummer…





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