Freitag, 17. März 2023

Armstrong, NY Mets and US Open

 Queens….als ‘local’ sollte man natürlich etwas über seine Umgebung wissen. Flächenmäßig ist Queens, benannt nach der britischen Königin und portugiesischen Prinzessin, Catherine of Braganza, mit 460km2 (Land und Wasser) der größte der 5 Stadtteile und heute leben ungefähr 2.4000.000 Mio Menschen (2.größter) aus ca 150 Kulturen dort gesellig beieinander. Bevor die Europäer, in diesem Falle die Holländer so 1600, das Gebiet vereinnahmten, lebten dort die Delawaren oder auch Lenape (interessant-‚wir sind das Volk‘) deren dramatische Historie bekannt ist. Unter den Briten kam es 1683 zum Anschluß an die, aus 12 Regionen bestehende, Province of New York und wieder 200 Jahre später blieben durch weitere Zusammenschlüsse die heute bekannten 5 großen Stadtteile übrig. Also unternahm ich heute eine sehr weite Reise nach Flushing um mir das ganze mal zu erschließen.



Die U-Bahn fährt ca eine halbe Stunde gen Norden und nach 2 Stationen kommt sie an die Oberfläche und man hat eine wunderbare preiswerte Stadtrundfahrt. Mit jedem Km werden die Häuser flacher, teilweise fast Kleinstädtisch und die Mitreisenden bunter in Sprache und Erscheinung, herrlich, als hätte man ihnen in Babel zwei Sprachen gegeben, die Muttersprache und die zweite, um sich untereinander auszutauschen und alles funktioniert, weil es schon immer so war.

Mein Ziel ist der Flushing Meadows Corona Park.



Dort ansässig das Queens Museum, das Stadion der NY Mets (Baseball) und die Tennisanlagen der US Open. Und drumherum einer der größten Parks der Stadt überhaupt. 


Zweimal, 1939/40 und 1964/65 trafen sich Tausende zur NY World‘s Fair, wie eine riesige IGA😉, es gab  futuristische Pavillons und Erlebnisstätten für Groß und Klein. Während die erste Messe unter dem Motto ’ The World of Tomorrow’ stattfand, gemahnte man bei der zweiten ’ Peace Through Understanding’. Geblieben sind nur noch der Unisphere, ein überdimensionaler Stahlglobus, ein verrottender NY State Pavillon, das Queens Museum und der wunderbare Große Park mit Sportflächen, Brunnen, Spielplätzen, der Botanische Garten und heute auch ein Zoo. 





Im Museum, ich hatte extra ein Ticket gebucht☝🏻, war ich nahezu allein, cool! Mein Ziel war eine große Halle, auf deren Boden das größte Städtemodel aufgebaut ist, das ich je sah.





Lichtinstallationen sorgen für Tag und Nacht, rosa Sonnenaufgang, fliegende Miniflugzeuge, das ist wahrlich eindrücklich und verschafft eine noch bessere Orientierung als jedes Bild. Dieses Panorama wurde von über 100 Arbeitern gebastelt und 1964 auf der Messe präsentiert. 

Im Rest des Gebäudes gibt es noch einige Exponate und Filme aus Messezeiten und ein paar Zeitgenössische Künstler der Stadt mit verschiedenen Installationen.

Ich erwanderte den Park in alle Himmelsrichtungen, ein paar Relikte vergangener Tage erblickt man eher zufällig. Viele sind unterwegs Familien, Fußballspielende Jugend, Jogger…..

Da ich nun schon mal hier bin, beschließe ich, den Botanischen Garten auch gleich zu erkunden. Nicht ganz einfach, meine App führt mich auf Abwege und so laufe ich unter riesigen Autotrassen hindurch, Bauschutt und alte Autos…merkwürdig 🤔 letztendlich bin ich einmal ganz um den eingezäunten Garten herumgelaufen, haha, um am Eingang kurz zu überlegen, ob es im März überhaupt schon etwas im Botanischen Garten zusehen geben könnte!? Nun, die freundliche Dame am Eingang lächelte mir zu und sagte ’  lots of Daffodils‘…und genau dafür hat es sich gelohnt! 

Und weil ja alles immer so kommt wie’s soll…im Garten nur Asiaten und ich, alle in Pflanzen oder Chi Gong vertieft…bis auf eine, die zielsicher zu mir kommt und nach meinem Glauben an Gott fragt. Irgendwie ziehe ich sowas ja auch an! Jedenfalls freuen wir uns, an den selben zu glauben und versichern uns radebrechend der guten Botschaft. Da die Dame schon etwas älter ist und erst vor zwei Jahren aus Taiwan hier her kam, ist ihr Englisch schlechter als meines und sehr asiatisch, kurz überlege ich, meines mit einem guten sächsischen Akzent zu untermauern — wäre sicher witzig gewesen🤭.. auf jeden Fall hatten wir beide ein paar gute gemeinsame Momente. 



Ach so,

Und Louis D. Armstrong, der Jazztrompeter und Sänger, lebte auch hier in Queens…’ What a wonderful world..‘

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