Freitag, 6. Dezember 2024

Wandertage

 Immerhin habe ich bis jetzt EINEN fast walk im Central Park geschafft. 


Es ist einfach sehr kalt und ich habe dafür nicht genug passende Kleidung dabei, schade. Andererseits habe ich gar nicht genug Zeit und zu viel vor und am Ende sitze ich wieder im Flugzeug und denke, ach ja, das war doch noch und das….es wird immer etwas übrig bleiben oder schon wieder neu sein…

Besonders wichtig war mir auch ein Wiedersehen mit Imke und Lars und tatsächlich haben wir uns zum Lunch verabredet, trotz ihrer sehr vollen Terminkalender in dieser Vorweihnachtszeit.

Die zwei sind herrlich erfrischend und optimistisch, die Gemeinde wächst und entwickelt sich, es gibt Zulauf von Jüngeren und es gibt Kinder!!!! So wird in 2025 auch wieder Konfirmation gefeiert - wie wunderbar. 

Die Sanierungsarbeiten haben begonnen, dank wahrlich sehr vieler und teilweise großzügiger Spenden und diesem Pastor! Denn da muss schon jemand kommen, der eine Vision hat, Herz, Verstand, 2 rechte Hände, einen festen Glauben und diese tolle Frau an der Seite! 

Neu sein, anders sein, Vertrauen erwecken und sensibel damit umzugehen, denn nach Geld zu fragen ist kein Leichtes…..und hier geht es eben nicht um ein wenig Kollekte…..(habe in einem früheren Beitrag schon mal darüber geschrieben, dass sich hier eine Gemeinde komplett selbst finanzieren muss!)

Dieser Pastor ist der Retter einer sterbenden Gemeinde, ein “Menschenfänger” im besten Sinne.

Also falls es irgend einen Leser hier gibt, der sich angesprochen fühlt und an der Sanierung der Kirche der einzigen deutschsprachigen Gemeinde in New York mitwirken möchte - Bitteschön, der kann sich an mich wenden und ich stelle einen Kontakt her oder gleich auf die Homepage gehen.


Und ich laufe und laufe, High Line im Dezember, Künstlermarkt in Chelsea, vorbei an Dave’s Lieblings Café-er ist nicht da…., bis runter ans Wasser, ich muss Fräulein Liberty 🗽 sehen!



Leider sehr weit weg (wegen Bauarbeiten kommt man nicht bis an die Kante)


Lustig, ein Kinderkarussell 


Die 97 Straßen wieder hochzulaufen übersteigt dann doch meine Kräfte, habe ich heute schon so 14 km hinter mir und nage immer noch am Jetlag…Aber ein bisschen kreuz und quer, Washington Park mitnehmen und bis zur 27th, in der Hoffnung auf einen Einzelplatz im Oscar Wilde - keine Chance, eine lange Warteschlange und -4 Grad, no way 🙅‍♀️ ein Italiener an der nächsten Ecke versorgt mich mit schmackhafter Pasta und Primitivo, ist doch herrlich!



Und sonst so….

 

Egon Schiele! New Gallery!

Ein Besuch dieser feinen, kleinen “Lieblingsgalerie“ wird wohl immer auf meinem Plan stehen. Ich kann einen Blick auf Adele werfen und die jeweilige, für mich immer wunderbare, Ausstellung, in diesem Falle Egon Schiele!

Im Wissen um sein kurzes, von vielen Schicksalsschlägen geprägtes Leben, habe ich in Wien schon mal heulend vor seinen Bildern gestanden. Die Bilder ziehen dich hinein in soviel Sehnsucht, Trauer, Ängste Eindruck manchmal auch in ein wenig Glück…..

Hier eine wunderbare, fein kuratierte Auswahl, Fotos, Skizzen, Malerei. 



Man wird nicht überladen, kann sich eine gute Stunde darauf einlassen und hat dann noch Lust auf das kleine Extrazimmer mit ein paar anderen Expressionisten - Schmankerln…Kirchner!!, Marc, Schmidt - Rottluff - was für ein Genuß!

Eigentlich könnte das schon reichen für einen Tag…..

Aber ich habe ja nicht so viel…

Also hole ich meine große Tasche aus der Garderobe 😉 und eile Richtung Sub, jetzt wird Schlittschuhgelaufen !!!!!!!!

Endlich bin ich zur richtigen Zeit in der Stadt und klar, Bryant Park muss es sein. Das Beste - Cynthia hat Schlittschuhe ! In meiner Größe ! 🤩 so kann ich sogar kostenlos aufs Eis !!!!!




Leider darf man auf dem Eis keine Elektronischen Geräte, Handy… benutzen, die Wächter haben mich erwischt🤭, sonst hätte ich gern mehr aufgenommen…, also für manche vielleicht auch sicherer, was da so auf‘s Glatte geht. Einige hangeln an der Bande lange, andere posieren im süßen Outfit für die Kameras der Außenstehenden. Ich erfreue mich am Rundendrehen und bin wieder einmal froh, als Kind einfach soviel für’s Leben mitbekommen zu haben, auch das ist Glück!🍀 



Zur Belohnung gibt’s echten New Yorker EGGNOG,
Riecht wie Eierlikör, schmeckt wie Eierlikör nur leider ohne Likör😇 das wäre noch besser. Und Glühwein könnte mir auch gefallen, aber Alkohol wird ja nicht so auf der Straße getrunken, finde ich auch okay.

Im Übrigen ist es sehr winterlich hier, immer um die 0 Grad und darunter. Ich bin froh über meine Skihose, mit der ich natürlich gar nicht dem hiesigen style entspreche, denn man läuft teilweise in Sommerschühchen und Strumpflos 🥶, na da müsste mir ja was fehlen……..



Und auch dies war noch nicht genug für diesen einen Tag!

Nach Hause rasen, umziehen und wieder los…..

Zu Kunst und Sport gehört noch Kultur und ich habe mich schon die ganze Zeit auf dieses Stück gefreut.




Mia Farrow ist so unglaublich zauberhaft, ich kann mich gar nicht einkriegen. Mit ihren 79 Jahren spielt sie kindlich naiv, und so cool und so abgeklärt - man möchte sie einfach nur drücken!🥰

Danke Broadway, danke Kunstschaffende, danke an das Leben    Es fühlt sich sooooo gut an 🙏🏼





Donnerstag, 5. Dezember 2024

Light(n)ing

 


Das ist schon ein magisches Spektakel, wenn zum 93. Mal traditionell die Lichter am riesigen Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center wahrhaftig blitzen und funkeln!!!

Es rührt uns an, Kindheitserinnerungen, wenn am Heiligen Abend die Tür zum Wohnzimmer aufgeht und ein Lichterbaum erstrahlt, es ist so wunderbar und friedlich und hoffnungsvoll. 

Hier in New York einmal dabei zu sein, in dieser Nacht ist schon besonders…..

Mehr als 50000 LED’s sind am Baum, welcher Jahre vorher sorgfältig ausgewählt wurde. In diesem Falle ist es eine 22 m hohe und 11 t schwere Norwegische Fichte, ausgesucht vom Hauptgärtner des Rockefeller Centers - Erik Pauze. Seit über 30 Jahren sucht er die Bäume 🌲 aus, im Radius von 6 Bundesstaaten. Er hat ca 100 im Fokus, beobachtet ihr Wachstum und sorgt für noch bessere Pflege. Den diesjährigen hatte er seit 2020 im engeren Blick, er stammt aus Massachusetts. Mr Pauze organisiert und überwacht dann natürlich den Schlag, Transport….und das Schönste für ihn ist “ das Lächeln und die glänzenden Kinderaugen, wenn sie um die Ecke at 30 Rock kommen..“ ist das nicht wunderbar!?! Da muss ich an so viele Geschichten und Gedichte denken, die wir immer wieder in der Weihnachtszeit lesen und hören und schauen….

Nun, das ist die eine Seite.

Auf der anderen ist dieses Spektakel einfach ein Riesending, das Tausende anzieht und somit gut geplant wird. Über Stunden zieht sich die Zeremonie hin, das Areal ist weitreichend abgesperrt und nur für Wenige, VIP Gäste zugänglich. Finde ich okay, man würde sich tottrampeln. NBC ist vor Ort, es gibt ein 2-3 stündiges Programm mit einigen Reden und singender Prominenz und gegen 23 Uhr erstrahlen die Lichter Jubel, Applaus, da bleibt kein Auge trocken..

Da ich natürlich nicht stundenlang bei Minusgraden da irgendwo rumstehen möchte, gehe ich gemütlich in ein Broadway Stück und lasse mich mitreißen von Nicole Scherzinger auf den ‘Sunset Boulevard ‘ im St James Theater.







Wow, hier hat sie vielleicht ihre Bestimmung gefunden!!! Als ehemalige Frontfrau der Pussycat dolls und Mitwirken in irgendwelchen Show’s geht sie hier völlig auf und rockt das Musical mit wirklicher Stimmgewalt und - vielfalt und absoluter Bühnenpräsenz! Und die Geschichte wurde ja immer wieder und weltweit neu aufgelegt und verliert keinesfalls an Aktualität.

Und es ist eben Broadway! Ich kenne mittlerweile etliche Stücke hier, Musicals und auch Theater, ich wurde einfach noch nie enttäuscht. Vielleicht bin ich ja auch nur einfach zufrieden zu stellen 😂, aber man weiß ja, was man bekommt und es ist qualitativ gut und hochkarätig besetzt und …… es ist nicht woke!!!!!!!!!!!!!! Sorry an alle, die das angreift, ist nur mein persönliches Empfinden.

In Deutschland, insbesondere Berlin, traue ich mich manchmal schon gar nicht mehr Karten fürs Theater zu kaufen, aus Angst vor übertriebener wokeness und Ideologisierung, oder sollte man dann auch nur noch zur 100-sten Akrobatik-Show gehen, da weiß man auch vorher, was man bekommt…jetzt reichst auch🤭

So bin ich ich beglückt und durchgewärmt Richtung RFC gelaufen und habe systematisch das Areal nach Schlupflöchern abgesucht….






Und siehe da, ein offenes Gitter und schon bin ich ganz nah dran, an diesem wunderschönen stolzen Baum.


Und neben mir filmt ein etwa 60 jähriger Herr und weint und spricht gerührt in sein Telefon, von den jährlichen Ausflügen der ganzen Familie in dieser Zeit, zu diesem Baum - Kindheitserinnerungen……




Dienstag, 3. Dezember 2024

..Geschicht(e)….

 Herrlich! Ich beziehe mein altes Zimmer, Cyn nennt es “Jetlag “room, klein, dunkel, leise - wie ein kleiner Kokon, warm and comfy.

Aber natürlich kämpfe ich gegen oben genanntes Phänomen an und es gibt ja auch soooooo viel zu erzählen! Schnell ist der Alltag berichtet, lang wird der Abend durch Politik und Weltenlauf…

Klar wandern wir zwischendurch zum Asiaten in der 3th, Nudelsuppe und zurück. 

Spannend sind diese Zeiten, da treffen 2 Frauen aufeinander,  so unterschiedlich in der kompletten Vita. Ein Kind der DDR mit teilweise russischen Wurzeln, den Sozialismus schon sehr bewusst erlebt, Licht- und Schattenseiten am eigenen Leib; Wende, neue, andere Freiheit und neue, andere Schranken in den Köpfen, die Welt erlesen und bereist, Geschichten und Erfahrungen gesammelt, 50 Jahre durchgeschüttelt und zentrifugiert…..und findet ausgerechnet in New York City etwas Beruhigendes….

Die andere, New Yorkerin durch und durch, mit ein paar libanesischen Wurzeln, schon immer wild und frei und grenzüberschreitend, Künstlerin im Job und im Leben, die Welt bereist und erlesen, Geschichten zu Bildern gemacht, Beifall und Hohn austariert und nun komplette Resignation und Fluchtgedanken - Trump hat die Wahl gewonnen - für sie der worst case ever…..sie möchte Amerika verlassen….

So anschaulich das Aufeinandertreffen dieser unterschiedlichen Perspektiven, Innen- und Aussensicht, was außerhalb Amerikas unvermeidlich erschien, wurde hier komplett anders empfunden. Die Sicht auf Europa von hier aus verschwommen und illusioniert.

Dazu ist zu sagen, dass wir beide allgemein gebildet und global interessiert sind, emanzipiert und voll im Leben, es macht Spaß sich gegenseitig zu erklären und zu verstehen, wobei mir mein lückenhaftes Englisch schmerzhaft im Weg steht.

Und so spinnen wir alle möglichen Zukunftsszenarien, für uns, unsere Nachkommen, die Menschheit und die Welt 🗺️ und schlafen darüber irgendwann ein….



Cynthia - Smoothie am morgen, blauer Himmel, Sonne satt, 1 Grad  -  es ist Winter in der Stadt!

Da Cyn einen Wasserschaden in ihrem Studio in Newburgh hat und ich beim besten Willen nicht mit dorthin fahren möchte, trennen sich unsere Wege für ein paar Tage und ich verabrede mich heute mit Peter zum Kaffee☕️ welchen ich mir wahrlich erlaufe….

Skihose, Daunenweste und -Jacke, voll eingepackt starte ich meine Runde gen Süden….


Immer wieder eindrücklich wie sich die "Neuen" heranschleichen, die Gentrifizierung der eigentlich noch alten 1th und 2th Avenue schreitet voran, jede kleine Lücke wird genutzt, aus klein wird größer und somit ändert sich auch merklich das Gesicht dieser Gegend. Gerade sehr im Trend und hoffentlich verliert es nicht seinen Charme. 

Die Investoren lauern geradezu, denn in NYC darf man gesetzlich die alten bestehenden Mietverträge nur unmerklich erhöhen, was dazu führt, dass es mittendrin immer noch viele alte, tw unsanierte, dafür typische Häuser gibt und die merkwürdigsten Familienverhältnisse, Ehen etc. entstehen, um die bestehenden Verhältnisse aufrecht zu erhalten. Darum können, unter anderen, auch Cynthia und Peter sich Manhattan noch leisten.

Meine Ziele sind heute mal wieder literarischer Herkunft. John Irving, mein absoluter Lieblingsschriftsteller seit ca 30 Jahren ( Owen Meany, Hotel New Hampshire, Garp, Gottes Werk und Teufels Beitrag……) und natürlich hätte ich ihn gern kennengelernt und Zeit mit ihm verbracht, vielleicht treffe ich ihn ja, haha…. Jedenfalls leben und agieren die Hauptakteure seines letzten ! Romanes " Der letzte Sessellift" größtenteils in New York. Eigentlich ist es nochmal ein Rückblick in seine eigene Zeit und greift alle aktuellen Themen der letzten 50-60 Jahre und deren Umgang in Amerika auf. Kriege, Gay, Aids, Kirche, Präsidenten eingebettet und umrahmt, wie immer, in viel Sport. 

Meine krakeliegen Innendeckelnotizen dienen als Routenplaner und ich laufe kreuz und quer durch die Upper East und West, manches ist genau benannt, so die Kirche St James, in der die Barlows zu Hause waren.




Deren Wohnung in der E 64th lasse ich durch meine Fantasie festlegen, ich würde mir diese vorstellen..



Und Nora und Ems wohnten wohl hier 😄



Es ist so witzig, ich stelle mir vor, wie John hier überall unterwegs war und sich all die Adressen und Häuser überlegt hat und seine Geschichte gesponnen hat. Auch die Bar Galloway’s downtown und die Christopher street….und natürlich St Patrick's Cathedral, Peter hat mir eine Menge auch aus dieser Zeit berichtet und wir machen heute dort eine kleine Andacht…

Aber ganz klar nutzen wir auch die weihnachtliche Lichterzeit und bummeln durch die verrückten Läden auf der 5th Avenue.










Das Cafe im Tiffany’s hat wieder geöffnet, allerdings mag ich dieses Blau nicht genug, um länger dort zu bleiben.




Aber auch hier der Bezug zum Original von , na?!? Richtig, Truman Capote und den alten Filmausschnitten mit der bezaubernden Audrey Hepburn…..





Ein wunderbarer Tag neigt sich dem Ende, ich bin dankbar und froh 😌 





Montag, 2. Dezember 2024

Immer diese Anreisetage…..


Nun habe ich also den Direktflug für mich entdeckt, Berlin - New York in 9 1/2 Stunden, wunderbar! Einen halben Tag sparen, den Umstand London außen vorlassen, preislich genauso gut. Kein Streik in Sicht, vorabendliche Anreise zum Flughafenhotel Moxy und !?! Mehr bekommen als erwartet - ein riesen Doppelzimmer für eine Person, einen Gutschein für einen Begrüßungscocktail, den ich gar nicht einlösen konnte😂, eine morgendliche Kaffee Hotline und ein kostenfreies Shuttle zum Flughafen, ganz für mich allein, wow! Absolute Empfehlung!

Einchecken, Zoll schnell und komplikationslos, Zeit für ein kleines Frühstück und Vorbereiten auf diesen doch recht langen Flug, durchgeführt von United Airlines, alles in time.

Die Ernüchterung setzte ein, als ich meinen Platz erreichte, eigentlich wäre nur ´Stehen ´  ungemütlicher gewesen. Alles sehr eng und einfach, mein Nachbar ein indo-pakistanisch aussehender, offensichtlich wissenschaftlich arbeitender Weltbürger ( oder wie drückt man das heutzutage aus!?) nahm schon mal mehr als ihm zustehenden Platz ein und keine Notiz von mir. Zweiteres muss ja nicht unbedingt, ein bisschen Anstand würde ja durchaus reichen….

Schlimmer traf mich die Durchsage, dass heute leider keine Kopfhörer verfügbar wären, Fehler des Veranstalters, tja🤷🏼‍♀️, man könnte sich aber über eine App dort anmelden und sich irgendwie Zugang auf und über eigene Hardware verschaffen. Cool, mit Kabellosen Ohrstöpseln und einem Handy, haha… wie sollte ich nun 9 1/2 Stunden, inklusive nutzlosem Nachbarn überstehen??

Durch zielorientiertes Vorgehen erkämpfte ich mir - ganz allein! - die Verbindung zu United und konnte immerhin einen Film im Handy Kleinformat schauen „Alles steht Kopf 2“ ganz ganz schön!!!

Essen beschäftigt eine Weile und macht müde 🥱, danach ist schon mal die Hälfte der Flugzeit rum, und immernoch 4 1/2 h…., der Nachbar drängelt, von vorn und hinten auch nur Rumgezappel, gefühlt auf’m Schoß… Buch habe ich nicht dabei…, also starte ich einen zweiten Film, auf dem größeren Bildschirm, dafür stumm🤣, ich wähle Untertitel mit selbsterklärenden Bildern - „Ghostbusters “. Wunderbar, Einstimmung auf NYC…..is there something wrong in the neighbourhood….

Irgendwann geht alles ja auch zu Ende und wir landen, früher als erwartet!!, bei herrlich blauem Himmel in Newark, auf der anderen Seite des Hudson Rivers. Einreise diesmal superschnell und problemlos, ein paar einfache klare Fragen und Antworten und fertig. 

Newark ist der zweite große Flughafen für New York Reisende, der sich bereits territorial in New Jersey befindet. Durch Berichte und eigene Erfahrungen ist die Wahl zu empfehlen, alles scheint einfacher und schneller und die Weiterreise in die Innenstadt verläuft ähnlich. Am preiswertesten ist man natürlich mit Öffentlichen unterwegs, Bus oder Airtrain und Zug. Hatte ich schon mal beschrieben während der letzten Aufenthalte. Kosten um die $20.

Für mich allerdings sollten die Überraschungen noch nicht ausgeschöpft sein🫣. Meine amerikanische SIM Karte, mit der ich bereits zwei mal in den Staaten war, jeweils sehr einfach online aufgeladen, war funktionslos…

….Ina allein in New York……

Da steht man erstmal da!!! Flughafen W-LAN zu schwach, um irgendetwas zu laden, also auch kein Alternativkauf möglich. Keine Nachricht an jemanden, keine Busfahrt - denn dieses Ticket muss man online kaufen…also Airtrain und Zug, das geht am Automaten. Zum Glück kenne ich mich tatsächlich gut aus, was sich jetzt absolut auszahlt!!!!

Also, für solche Fälle im Vorfeld alle Optionen checken, funktionierende Kreditkarte oder eben SIM vorher! testen, ein Taxi kostet wirklich viel mehr Geld, welches man doch lieber für andere, schöne Dinge nutzen könnte!

Ich jedenfalls habe mich vom Airtrain zum Bahnhof fahren lassen, eine halbe Stunde auf einen komplett überfüllten Zug gewartet und bin dann bis zur Penn Station (Endstation) gefahren. So gelangt man durch die wunderschöne, nagelneue Bahnhofshalle, unter dem Madison Square Garden, hinaus nach midtown auf Manhattan. 


Was auch immer diese Stadt mit mir macht….., wieder bin ich soooo angefasst, dass ich losheulen könnte…alles fühlt sich so vertraut an, ich weiß genau, wo ich hin muss, als wäre es gestern gewesen…es ist wie nach Hause kommen…

Und so ziehe ich meinen Koffer über die 7th Avenue, ein paar Straßenzüge hoch, rüber zur 6th und natürlich als allererstes zum Bryant Park, den man vor lauter Weihnachtshütten und Menschen nur erahnen kann. Was für ein Spektakel…. 




Gertrude Stein harrt der Dinge…..


Einen Kaffee an der Central Station, ankommen und einlassen , und dann wie gewohnt, 6 train uptown, 96 street aussteigen, raus auf die Lexington und klingeln…..


Cynthia wartet schon und es ist, wie nach Hause kommen…….

Dienstag, 2. April 2024

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!



Ostersonntag
 Halleluja
’Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden…’

Es ist Frühling in der Stadt, sonnig und warm.

In St. Pauls wird heute richtig gefeiert, es wird eine volle Kirche geben, im letzten Jahr waren es über 100 Leute.
Auf den Ostergottesdienst mit Brunch freuen sich alle und jeder, der davon weiß, trägt mit Leckereien dazu bei. Es duftet nach Kaffee und würzigem Rührei und Omelettes von Chefkoch Frederic.
Überall gibt es bunte Eier, Schokoladenhäschen und frische Blumen.


Und ja, die Kirche ist voll, bestimmt 200 Menschen drängen sich in den Reihen, die Gesangbücher und Faltblätter reichen gar nicht aus, es wird geteilt, herumgereicht…alle, alle sind fröhlich, die Alten, Jungen, die Kinder…Gemeindemitglieder, Gäste und Menschen, die zufällig gerade vorbeigelaufen sind…wie schön, dass es etwas gib, was alle anzieht, etwas wofür wir uns heute öffnen können, wofür wir dankbar sein können, was wir anderen vermitteln können, Trost spenden, Anteil nehmen, Freude und Glück teilen, miteinander sein. 

Natürlich geht dies alles auch ohne an Gott zu glauben!

Aber für mich und uns heute hier ist es ganz genau richtig so. Die richtigen Worte von Pastor Lars, die richtigen Lieder, welche in einer vollen Kirche so gut klingen…..


Und im Trubel des anschließenden Festessens kommt mein aufkommender Abschiedsschmerz gar nicht erst zu Wort. Es sind so viel da, die ich in den 2 1/2 Wochen noch gar nicht gesehen hatte, da gibts noch einiges auszutauschen. Neue kommen hinzu, auch Heinrich und Malwine finden interessante Gesprächspartner….am frühen Nachmittag gehen wir auseinander….

Denn es ist noch immer nicht vorbei😎

Auf der Fifth Avenue, rund St Patrick’s Cathedral, findet ja noch die jährliche Easter Bonnet Parade statt. Einer Tradition aus den 1870-ern folgend, laufen Tausende New Yorker mit bunten Kostümen und vor allem, oft handgefertigten, kunstvollen oder völlig verrückten Hüten. Ein weiteres Spektakel dieser Stadt.
Motive kommen aus der Blumenvielfalt, der Politik, aus Filmen, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Alle lassen sich gern fotografieren und erzählen, warum sie was genau tragen, wie lange sie daran gearbeitet haben, teilen ihre Geschichten…ein Lieblingstummelplatz für mich…Menschen sind einfach so liebenswert!!!

Hier treffen wir auch Cynthia ein letztes Mal, sie fotografiert und macht witzige Kollagen…und wir verabschieden uns bis zum nächsten mal…











Und so laufen wir nochmal die 5.Avenue runter bis zur 42. und setzten uns mit einem Kaffee in den Bryant Park, genießen die Aussicht, den Frühling und all die fröhlichen Menschen…




….denn es ist ja völlig klar, natürlich werde ich mal wieder einfach so nach New York kommen, bisschen Kultur und Kunst, ein paar Freunde besuchen und schauen, was es so Neues gibt….

Up to Highland Falls

Der berühmte german black boyfriend ist schon sehr verlässlich. Auch nach mehr als 300000 km schwebt er förmlich über dem Highway, natürlich...