Im Erdgeschoss meines Hauses, rote Markise, befindet sich ein Laden, indem man einfach alles, zum Überleben notwendige, erwerben kann. Von frischen Muscheln über Klobrillen, Besteck, Regenschirmen, 100 Jahre haltbaren Lebensmitteln und Plastikartikeln jeglicher Art. Wenn ich den Laden betrete ereilt mich akute Atemnot, es ist, als würde man sofort selbst zum Wegwerfartikel, Nachhaltigkeit, Verpackungsmaterial sparen - gibts bei Asiaten nicht. Alles ist einzeln verpackt und dann weitere 10000 x eingeschweißte Plastik…ich sehe vor meinem inneren Auge die riesigen Frachtschiffe mit den riesigen Containern über die Ozeane schippern, voll mit diesem Wahnsinn…da kann einem nur noch schlecht werden und man stürzt betroffen, um Atem ringend zurück auf die Straße. Und eigentlich wollte ich nur Toilettenpapier 🧻
Also wandere ich doch lieber Richtung Houston Street, da wollte ich sowieso ein paar Läden checken.
Diesen zum Beispiel:
Traditionsträchtig und sehr beliebt bei Einheimischen und natürlich dadurch auch bei Touristen. Hier in Lower East haben sich im 19. und 20 Jahrhundert viele Juden angesiedelt und natürlich haben sie auch ihre Küche mitgebracht. Einige Läden sind seit Generationen in Familienhand, sowie auch Katz‘ Delikatesse(schieb ich schon mal letztes Jahr) und Russ and Daughters. Hier gibt es viel frischen und geräucherten Fisch, Oliven, leckere Aufstriche und viel Süßes. Und sie zaubern super leckere Bagel 🥯, auch für diese Köstlichkeit ist NY bekannt. Ich lasse mir einen ganz ’Klassischen’ zubereiten - Pumpernickelbagel mit Cremecheese, Lachs, Tomaten, Zwiebeln. Ganz ganz lecker!
Und weil viele Einheimische sich mit ’Hamantaschen’ eindecken, nehme ich davon auch eine Packung mit, so eine Art Mürbeteigküchlein mit verschiedener Füllung.
Und weil Frühling ist, meine Familie kommt und ich es gern habe, kaufe ich auch noch ein paar frische Blumen🌷
Noho - nördlich der Houston (Soho-südlich der Houston!) ist ein sehr jugendliches Viertel, viele Kneipen, klitzekleine Restaurantes und Lädchen, auch Bio, was man sonst nicht überall sieht. Da schlendert man gern herum, ist auch alles erschwinglich und gemütlich, fühlt sich studentisch an.
Bevor ich meinen Besuch vom Flughafen abhole, (freue mich ja schon besonders auf dieses Erlebnis!!) treffen wir uns zum Dinner hier um die Ecke, selbstredend bei einem Asiaten.
Da wir ein paar mehr Leute sind verfrachtet man uns in den tiefsten Keller… Die Aircondition sorgt für luftige 13Grad?! Und wir bekommen Gesellschaft in Form einer ständig wachsenden Truppe junger Erwachsener, die irgendetwas ganz doll feiern 👯. Der Lautstärkepegel ist nahezu unerträglich, man versteht kaum noch sein eigenes Wort, geschweige die fremdsprachigen des Gegenübers. Wir messen zwischenzeitlich über 90 dB! Selbst die Kellner versuchen Einhalt zu gewähren , chancenlos…
Aber gut, das Essen ist lecker und wir machen das beste daraus, auf jeden Fall witzige Bilder.
Und anschließend trete ich die lange Reise zum JFK an und sammle meine beiden lang Gereisten ein. Nach dem Anschlag in Russland ist auch hier alles in Alarmbereitschaft, niemand darf in den Flughafen hinein, so warten alle draußen, in Nacht und Kälte 🥶 und Vorfreude…..





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