Diese wunderbaren Ginkgobäume faszinieren mich immer wieder neu und heute, nach drei Regentagen, scheint uns hier wieder die Sonne entgegen. Für all die Pflanzen war es ein Segen, gerade nach den super heißen Tagen hat jetzt alles einen ordentlichen Schub bekommen.
Der 1. Mai spielt in Amerika keine Rolle, so ist es ein ganz normaler Montag, also Arbeits - oder Schultag!
Und ich kann richtig viel berichten von unserer Reise, von Philly, Washington D.C., Amisch People, Declaration of independence ….denn aus meiner Klasse war niemand dabei.
Heute haben wir mit Ksenia Unterricht, die ich sehr mag und es macht richtig Spaß. Thema ist Social living und damit verbunden, Feiertage oder Paraden, etc. zur Ehrung historischer Ereignisse, passend diese Woche auch zum Cinco de Mayo in Mexico, welcher in den USA aufgrund der hohen Anzahl an hier lebenden Mexikanern, richtig groß gefeiert wird. Und da wir alle aus so unterschiedlichen Kulturkreisen kommen wird es richtig bunt und interessant. Und auch die Art und Weise, Feste zu feiern, Familie zu leben, Traditionen zu pflegen, man hört immer noch mal etwas Neues….
Da ich den Bryant Park so mag, verbringe ich immer noch etwas mehr Zeit dort als alle anderen, jeden Tag wird es grüner und bunter und trotz des Menschengewimmels um mich herum ist es erholsam.
In der Public Library gehe ich jedes mal in einen anderen Lesesaal oder verfolge die Treppen in andere Flure und immer findet man noch etwas Neues, nämlich dieses!
Eine Ausgabe der Gutenberg Bibel, auf Papier gedruckt. Wow!
Johannes Gutenberg hat bereits in den 1430 ern in seiner Werkstatt in Mainz den Druck mit beweglichen Metalllettern erfunden. Somit war es möglich, mehrere Exemplare herzustellen ohne sie abschreiben zu müssen. Die Gutenberg Bibeln entstanden in den 1850 er Jahren und enthalten das alte und neue Testament. 180 Bücher wurden gedruckt und heute sind weltweit noch 49 Exemplare erhalten. Eines davon ist hier zu bestaunen.
Heute Nachmittag bin ich dann endlich auch mal richtig nach Harlem vorgedrungen. Da in manch Ratgebern darauf hingewiesen wird, East Harlem nicht unbedingt und schon gar nicht nachts zu besichtigen, mache ich es im Hellen😉
Witzig, es ist sogar richtig hügelig hier.
Die Häuser wechseln zwischen häßlichen Sozialhochhäusern mit klitzekleinen Fenstern und flacheren alten, meist abgelebten Stadthäusern. Die Läden nehmen ab oder sehen auch nicht alle einladend aus, je weiter man reingeht. Zwischendurch gibt es mal wieder auch freundliche Straßenzüge und Cafés aber meist überwiegt der Straßendreck, kaputte Gehwege und ich bin auch bald eher die Ausnahme im Erscheinungsbild. Da ich natürlich immer freundlich und interessiert schaue und mich so bewege, als hätte ich ein bestimmtes Ziel, fühle ich mich kein bisschen anders als in den anderen Stadtteilen🤷🏼♀️ und die Sonne kommt nochmal raus, so daß ich über einen großen Bogen von oben an den Central Park komme und mich so nach Hause arbeite.








matt hier: ich war anfang der 90er mal in new york. nach harlem hatte ich mich aufgrund der reiseführer nicht getraut. auch erinner ich mich an das gefühl in der u-bahn, als einziger weißer im abteil zu sitzen. heute wäre das für mich kein problem mehr. aber interessant zu lesen, dass in den reiseführern für harlem immer noch so ähnlich sicherheitshinweise zu stehen scheinen.
AntwortenLöschendaran, dass du freundlich schaust habe ich nicht die geringsten zweifel 😉
Stimmt, hatte mich auch etwas gewundert, zumal der Rest von Manhattan wirklich ziemlich sicher ist, kann man sich hier gar nicht anders erlauben bei den Massen an Menschen aus nah und fern. Auch hat sich an den sozialen Mißständen viel verbessert, das ist deutlich zu spüren. Das ‘Anders - Gefühl‘ in der SUB als einzige Weiße, Blonde, Hellblauäugige stellt sich ein wenig ein wenn du weiter nach Queens oder Bronx rausfährst, aber eher, weil einige mich ansehen, als befürchteten sie, ich käme von nördlich der Mauer, ist jetzt für GOT Kenner🥶😉
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AntwortenLöschenLustig wir haben uns auch gerade drei Gutenberg Bibeln in Mainz angesehen. Diese kamen auf abenteuerliche Weise in den 80 ern von NY nach Mainz. Verrückte Geschichte noch eins!
Ja, da mussten sie erst einmal über den Teich um irgendwann wieder zurück nach Mainz zu kommen…. Hier in den Staaten gibt es tatsächlich noch Einige, sind auf mehrere Universitäten verteilt.
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