Drei Tage im Verzug…..
Letzten Samstag hat es durchgängig geregnet, das habe ich in meiner Zeit hier tatsächlich nur 2 mal erlebt, welch ein Wetterglück!
Für uns bestens, denn so kann man sich stundenlang im Museum herumtreiben lassen, ohne schlechtes Gewissen, nicht genug draußen zu sein.
Natürlich begleitet uns auf dem Weg zum METROPOLITAN Museum ein wenig Sorge, jeder könnte am RegenSamstag auf die gleiche Idee kommen, aber nun, es ist ein Riesen Museum und nicht das Einzige der Stadt und so stehen wir eine kleine Weile in der Schlange und haben dann den vollen Genuß!
Beim letzten Besuch sind die alten Impressionisten und Surrealisten, die Europäer ja viel zu kurz gekommen, so steuern wir heute direkt dorthin und es ist sooooo wunderbar, wir verlieren uns völlig in den Bildern und aus den Augen….
Monét, Manet, Pissaro, Renoir, Picasso, Césanne, Klimt, …….
Ilja Repin
Degas mit vielen Bildern und Bronzen
Wir finden Dahl neben Friedrich
Absoluter Kunstgenuss, so man es mag, das MET gehört für meine Begriffe wahrlich zu den ’Großen’ dieser Welt. Auch wenn man irgendwann übervoll mit Eindrücken ist, möchte man nicht aufhören zu schauen und zu schauen…
Während Heinrich sich noch auf eigene Spurensuche begibt, bleibe ich in einer aktuellen FotoAusstellung hängen, Berenice Abbott, eine amerikanische Fotografin des letzten Jahrhunderts die besonders durch ihre Aufnahmen von New York bekannt ist. Grandioses Schwarz-Weiß, tolle Perspektiven und vor allem Zeitzeugen. Ich könnte Stunden jedes Detail dieser Bilder studieren und mir passende Geschichten ausdenken.
Abbott lebte von 1898-1991, nachdem sie Bildhauerei und Malerei studierte ging sie für weitere Lehrjahre nach Paris und Berlin. Sie arbeitete unter anderem für Man Ray, der damals jemanden ohne fotografische Vorkenntnisse suchte und bald ihr Talent erkannte und sie unterstützte. Bestimmt kannte sie auch Gertrude Stein, denn sie war auch in Salon - Kreisen unterwegs. Nachdem sie zuerst auf Porträts fokussiert war und Menschen aus Kunst oder Literatur darstellte ( James Joyce, Edward Hopper…) erkannte sie bei ihrer Rückkehr nach New York Ende der 20-er Jahre die Liebe zur Detail-Wiedergabe der Veränderungen in der Stadt. Es gibt ganz wunderbare Bildbände, entstanden durch ihren Blick auf die Dinge.
Nach einem erfüllten Museumstag treibt uns der Hunger raus aber ich bin sicher, daß ich noch einmal kommen werde, denn gerade läuft hier noch eine brandneue Lagerfeld-Ausstellung, für die es heute einfach nicht mehr gereicht hat.
Da wir uns hier in meiner vertrauten UES befinden betreten wir treffsicher eine kleine, recht preiswerte Pizzeria und stärken uns für den langen Heimweg, der tatsächlich immer so eine gute Stunde dauert. Unterwegs steigen wir diesmal aber nochmal aus auf ein Bier im Trivia - Stammlokal, Vorbereitung für die nächste Runde!
Und der Himmel hängt noch immer Regenschwer über der Stadt……..
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