Mittwoch, 19. April 2023

The American Way

 Gut geschlafen. Gut geträumt. Interessanterweise habe ich hier in den letzten Wochen häufiger von Erlebnissen mit meinen ehemaligen Mitstudenten geträumt, natürlich waren wir auch noch alle dementsprechend jünger, so eindrücklich sind diese Jahre also für uns.

Morgensmoothie.

Die Maschinen laufen warm, Cyn hat ganze Arbeit geleistet. Aus dem Drucker kommt langsam ein großes Schwarz /Weiß auf besonders mattem Papier. Wir stehen davor, als würde ein Baby geboren, in gewissem Sinne?!

WOW! Es ist wirklich bemerkenswert was aus diesem klitzekleinen bunten Foto für ein unglaublich tolles Poster geworden ist!

Wir verpacken noch einen Bildband zum Zeckendorf Project, 10 fach gesichert, geht nach Europa. 
Ich assistiere beim Einrollen und verpacken des Posters und los gehts.

FedEx, Paket weg. Dann zum Tatoostudio, wo wir schon freudig erwartet werden. Kaum sind wir drinnen, wird der Laden abgeschlossen und wir beginnen mit der Aktion. Wand frei, Ausrollen, Haken rein, Justieren, Bewundern….
Es sieht wirklich großartig aus, der ganze Laden ist in schwarz/weiß und dieses Foto ist der absolute Blickfang. Jimmy ’Tatoo’ ist happy und die ankommende Familie, nebst Freunden auch. Neben indianischem Einschlag gibts wieder ein witziges Stimmen- und Sprach-Gewirr, der eine hat mehr Zähne als manch anderer und meine blauen Augen sorgen für Faszination…vielleicht hat mancher auch zuviel GOT geschaut🥶

Nach getaner Arbeit belohnen wir uns, schon seit gestern freuen wir uns auf eine Bowling Partie. Besonders weil man hier nachmittags nur $ 1 pro Runde zahlt!



Und ganz ehrlich, dafür liebe ich Amerika, diesen Spaß, den hier alle teilen. Mit uns sind noch ein paar Senioren mit und ohne Enkelkinder hier und wir toben uns alle aus, ’The Big Lebowski’ mäßig. 
Und alle freuen sich über einen Spare oder Strike, herrlich!!!



Schon jetzt weiß ich, daß ich morgen früh Muskeln kennen lerne, von deren Vorhandensein ich nichts ahne, aber das war es wert!!

Kurze Pause und weiter gehts, Buchlesung heute Abend. Cynthia wäre nicht Cynthia wenn sie die Autorin nicht kennen würde.🤭Glaubt mir eigentlich noch jeder meine täglichen Geschichten?? Alles wahr!!



Eine kleine feine Runde Interessierter hat sich versammelt. Die blonde Dame ist die Enkeltochter der Hauptfigur, welche diese abgefahrenen Bilder von Merilyn Monroe geschossen hat und eine Lebensgeschichte voller unglaublicher Koinzidenzen hinterlassen hat. Die andere Dame ist Helene, Cyns Freundin aus Brooklyn, sie arbeitet bei der NY Times und lehrt an der NY University. Die zwei sind für Recherchen zu alten Schauplätzen extra nach Berlin gereist und finden es natürlich interessant, einen deutschen Gast - hier im nowhere - zu haben. Zumal es auch um Themen wie Holocaust und Deutschland geht…

Was für Tage, Begegnungen, Entdeckungen…ich bin wirklich froh, Cyn ist ein Glücksgriff und unsere abendlichen Gespräche sind kein bisschen ’amerikanisch’….




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