Eigentlich wollte ich heute am liebsten nur weiterlesen, habe eines meiner neuen Bücher ( Unorthodox ☝🏻) schon fast durch und bin regelrecht gefesselt. Habe auf dem Stadtplan ihre Wege verfolgt, die Schule, den Eisladen, die Synagoge….werde ich alles demnächst ablaufen…und wahrscheinlich auch etwas aufgeregt dabei sein. Man kann hier auch eine dreistündige geführte Tour mit einem Brooklyner, natürlich männlichen, jüdischen Anwohner unternehmen, was zum besseren Verständnis führen soll, kann 🤷🏼♀️, da ich mich kenne, weiß ich nicht, ob ich mich dann mit all meinen Fragen zurückhalten könnte?! Na, ich werde berichten.
Die Sonne und angekündigte 20 Grad locken mich dann doch raus und Queens ist groß und möchte mir noch so viel darbieten. Die Museen hier drüben haben oftmals erst ab Mittwoch oder Donnerstag geöffnet, so entscheide ich mich für eine Wanderung ab der Haustür Richtung nächster Neighborhoods, so heißen ja die stadtteile innerhalb der STADTTEILE. Ich mag lange Straßen und ich versuche, meine 50. nach Sunnyside beizubehalten.
Dieses gestaltet sich bekanntlich nicht immer leicht, Wasser, das nur von einem Autotunnel unterquert wird, Sackgassen durch Baustellen oder Gewerbegebiete.
Mein Ziel liegt in Queens und Brooklyn, genauer in Greenpoint, der Calvary Cemetery.
Es handelt sich hier um einen römisch-katholischen Friedhof. Angelegt wurde er 1848, nachdem die vielen, besonders durch Cholera Dahingerafften, auf Manhattan keinen Platz mehr fanden. Nach einer Legende aber starb die erste dort Beerdigte an gebrochenem Herzen….🥹
Mit 3.000.000 Beerdigten ist er der größte Friedhof der gesamten Vereinigten Staaten auf ca. 148ha hügelig lieblichem Land und bester Aussicht auf …. Manhatten…, naja, für die Besucher. Und die Skyline gab es ja damals auch noch gar nicht..
Wirkliche Berühmtheiten sind hier nicht zu finden, interessanterweise aber eine ganze Liste Mafiosi, unter anderem John Dolan, der in ’The Gangs of New York’ von H.Asbury in Erscheinung tritt.
Heute hat so manche eine abgebrochene Nase oder ist bereits etwas kopflos..
Freie Plätze gibt es eigentlich keine und auch ansonsten sieht’s hier in NY sehr mau aus..
Und natürlich halte ich mich wieder außer Raum und Zeit dort auf, gibt ja auch viel zu sehen, bis mich der Parkwächter, GLÜCKLICHERWEISE!!!! auf seiner Autorundtour entdeckt und mir zuruft, er würde gleich abschließen. So renne ich Richtung Ausgang, denn ‚Nachts im Museum‘ würde vielleicht noch gehen aber ‚Nachts auf dem Friedhof‘ wäre jetzt nicht so meins😬🫣
Apropos, hier wurde die Beerdigungsszene des Don Corleone in der ’Pate’ Verfilmung gedreht, paßt.
Und friedlich wartet mein kleines Zuhause 🧡













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