Es ist Sonntag, Ich wohne jetzt auf Manhattan und brauche länger zur St. Paul’s Church als von Queens aus, und komme also nicht ganz pünktlich zum GD. Dafür wird es heute wieder richtig schön bildhaft knackig. Die Geschichte des Hirten und der Herde, natürlich im übertragenen Sinne weitergesponnen…., ich kann mir richtig vorstellen, wie Pastor L., am Schreibtisch sitzend, Ideen sammelt. Heute mit einem Ausflug ins Reich der Mandalorian (Star Wars Fans wissen Bescheid) ein Reich, welches es natürlich nie gab und doch hatten sie Fähigkeiten und Fertigkeiten und folgten ’ihrem Hirten’ der also am Ende jeglicher Versammlungen oder Ankündigungen sprach ‹ Das ist der Weg› und das Volk antwortet ‹ Das ist der Weg› Und ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen und ja, es spricht etwas dafür, eine klare, zweifelsfreie, zuversichtliche Aussage in die Zukunft.
Der neu gewählte Kirchenrat wird eingesegnet, dessen Bedeutung hier eine ganz andere ist als in Deutschland. Hier gibt es nur den KR und den Pastor, keine Bischöfe, höhergestellte Kirchenoberhäupter..., keine große Bürokratie, alles trägt sich durch Spenden, liegt in Eigenverantwortung, die damit wirklich groß ist. 250.000 Dollar braucht die Gemeinde, um die jährlichen Kosten zu decken, Gehälter für Pastor, Sekretärin, Kirchenmusikerin, Hausmeister, Reparaturen….und wie ich ja schon mal anmerkte, die Gemeinde ist nicht groß. Und doch kommt das Geld zusammen, es gibt ein paar Großspender und heute, Ende April, waren sie bereits bei 50.000.
Im Anschluss sitzen wir wieder bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen, ein Paar verabschiedet sich nach Deutschland, die Arbeit bei Siemens ist fertig, oh, sie sind so traurig.
Im Anschluß schlendere ich mit P, dem 90 jährigen Hipster durch Chelsea, er hat soviel zu erzählen aus seinen jungen, wirklich wilden Jahren, weiß wo Calvin Klein wohnt und hat selbst mal im Chelsea Hotel gewohnt, welches heute erstmalig ohne Gerüst zu bewundern ist. Hatte ich doch schon jedes Wochenende hingeschielt, da es auch ein Objekt meines besonderen Interesses ist. Ein wunderschönes Gebäude, 12 Stockwerke hoch, 250 Zimmer, tolle Fassade….frisch saniert
Ethan Hawk zum Beispiel, Schauspieler und Autor, wohnte lange hier, während er am Broadway spielte und auch während der Trennungsphase von seiner Frau, Uma Thurman, welche er in einem Buch verarbeitete ’Hell strahlt die Dunkelheit ’ hat er dort dunkle Stunden erlebt.
Dalí, Arthur Miller, Falco, ….wohnten dort, Andy Warhol nutze es als Kunstbühne, Filme wurden gedreht. Und heute erstrahlte es in voller Schönheit und der schönsten NachRegenSonne.
Immer noch im Schongang schleiche ich durch die Gassen und entdecke das eine oder andere schöne Gebäude, lustige Läden , Parks.
Zuhause wartet Cyn und die Wohnung verwandelt sich in eine Waschküche. Unerlaubterweise unterhält sie eine Waschmaschine und damit eventuelle Wasserschäden umgehend behoben werden können, muß währenddessen alles bewacht werden. In ihrem Perfektionswahn wird auch sämtliche Bett- und Badwäsche wöchentlich! gewechselt. Dementsprechend lange dauert das Ganze, aber unsere allgemeine Wäsche ist auch dabei, das spart den Salon.
Aber wir nutzen die Zeit ganz wunderbar, stellen eine Mousse aus Tofu und guter Schokolade her, sehr lecker, legen Gemüse ein und schauen nebenbei ’ The Big Lebowski’ und amüsieren uns prächtig!





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen