Sonntag, 30. April 2023

Fortsetzung

 Weiter unterwegs …..

Washington D.C., jeder weiß natürlich, daß dies die amerikanische Hauptstadt ist, seit 1801. 

D.C. - dahinter verbirgt sich also District of Columbia, die eigentliche Bezeichnung für den Bundesdistrikt, den Regierungssitz - keinem Bundesstaat zugehörig, liegt er am Potomac River zwischen Maryland und Virginia. Die Idee stammt von Mr George Washington ( 1. Präsident) selbst, um eine stärkere Einflußnahme durch womöglich nur einen Bundesstaat zu verhindern. Columbia geht auf Kolumbus zurück, Washington erklärt sich selbst. Viel mehr möchte ich jetzt hier nicht ausführen, kann ja jeder nachlesen…

Wir haben etwas Pech mit dem Wetter, es regnet die gesamte Zeit, so sind wir ein wenig eingeschränkt mit dem Sightseeing. Aber wir besuchen das Kapitol, das Weiße Haus, das Lincoln Memorial und machen eine Bootsfahrt auf dem Potomac(😂 war eigentlich nur kalt und naß und nichts zu sehen durch die halb offenen Planen)

Im Kapitol war es schon sehr beeindruckend! 





Man sieht einen Film, bisschen amerikanisch heroisch natürlich, aber ja, so sind sie eben. Es gibt Informationen zur Geschichte und einen Zeitstrahl bis heute.

In die hohe Kuppel würde die Freiheitsstatue komplett reinpassen, wir stehen dort, wo die Präsidenten vereidigt werden, laufen den Gang entlang, den auch der neu Gewählte dann zurücklegt..das ist wirklich ein besonderes Gefühl, auch wenn man kein ausgewiesener Amerika Fan ist, so ist es eben eine Weltmacht 

Kapitol - Sitz des Kongresses, der Legislative der Vereinigten Staaten. Unzählige Jahre wurde daran gebaut und erweitert und in Kriegen, teilweise zerstört….., es schmückt die Rückseite der 50$ Note, es war das vermutete 4. Zielobjekt des Terroranschlages des 11. Septembers, der Maschine, die von den mutigen Passagieren vorher zum Absturz gebracht wurde. Es wurde gestürmt, 2021, als Trump - Anhänger mit der Wahl Joe Bidens nicht einverstanden waren.

Hier werden Gesetze diskutiert….je 2 Senatoren aus jedem Staat und je nach Bevölkerungszahl sitzen über 400 Vertreter im Repräsentantenhaus…..

Das Weiße Haus kann man nur von außen und hinterm Zaun betrachten. Es ist der Amts- und Regierungssitz und auch der Wohnort des amerikanischen Präsidenten. Es ist viel kleiner als gedacht, aber schön weiß😃


Dann also die Bootsparty, nach der ich endlich bis auf die Unterwäsche durchnäßt war…



Und zum Abschluß das Lincoln Memorial, welches allerdings wirklich riesig ist.




Abraham Lincoln war der 16. amerikanische Präsident und ist für viele Amerikaner der Bedeutendste gewesen, war er ja derjenige, der für die Abschaffung der Sklaverei und der Retter der Union war.

Als er 1860 Präsident wurde traten etliche Bundesstaaten aus der Union aus und gründeten einen eigenen Staatenbund. Es kam zu den Sezessionskriegen und einer späteren Wiedervereinigung und damit der Rettung der Vereinigten Staaten von Amerika wie sie heute existieren. Darüber gibt es ja auch eine Menge Filme….

Washington würde ich sehr gern noch einmal besuchen, aus dem Bus heraus sah es sehr interessant und viel versprechend aus, aber für einen ersten Überblick war es gut.

Zu unserem Ausflug gehören weiter der Besuch der größten Schokoladenfabrik Amerikas😋 Hershey’s





Man kommt einfach nicht umhin, doch etwas zu kaufen, es läuft einem richtig das Wasser im Munde zusammen, zumal man ja weiß, wie einige Dinge schmecken.🤷🏼‍♀️

Der letzte Ort befindet sich im von vielen Amische Familien bewohnten Gebiet westlich von Philadelphia.

Ursprünglich aus Süddeutschland und der Schweiz kommend sind es Protestanten, die sich von den Mennoniten abgespalten haben ( Ende 17.Jh.) und nach Jakob Ammann benannt sind. In Amerika leben über 300000 Amische, die ein in ihre Gemeinschaft zurückgezogenes Leben führen. Der Landwirtschaft sehr verbunden, vieles Fortschrittliche ablehnend leben sie vorgeschrieben Rollen und Regeln, die uns sicher oft rückschrittlich erscheinen mögen. Schulbildung nur bis zur 8. Klasse, kein elektrischer Strom, keine Autos, kein Telefon oder Fernseh - und Rundfunkgeräte….. 85% wollen nicht aus dieser Gemeinschaft heraus, teils aus Unwissenheit, Sicherheit, Verlustangst…., ähnlich z.Bsp. den sehr orthodoxen Juden. Manches kann ich auch verstehen und beneide sie fast um diese ’Unwissenheit’ und die Bescheidenheit in allen Dingen….


Neuerdings haben sie Akkus, die sie an eigenen Wind- oder Solarstromanlagen aufladen.









Ansonsten sind sie fast komplett autark und können fast alles, was sie zum Leben brauchen, selbst herstellen.

Außerdem haben wir vorzüglich gespeist und wunderbar übernachtet, alles in allem - eine tolle Sache!!

Samstag, 29. April 2023

Klassenfahrt

 Es gilt, Einiges nachzuholen an Recherche und Berichten, 2 Tage ’Klassenfahrt’ mit umfangreichem Programm….

Über die Schule gibt es eigentlich täglich Empfehlungen zu Nachmittags -, Abend - oder Wochenendveranstaltungen, was eine super Sache ist und je nach Interessenlage gut angenommen wird. Viele Sehenswürdigkeiten in NY habe ich bereits besucht und da kommt diese 2 Tage Reise nach Philadelphia und Washington gerade richtig, so kann ich nochmal raus aus der Stadt und mit ein paar mehr Leuten macht es auch mehr Spaß.

Los geht’s Freitag 7 Uhr am Bus Terminal in der 42. eine illustre Gesellschaft findet dort zusammen, zu der nur ein paar wenige Schüler (?!) gehören und ansonsten Vertreter aller Kontinente, die diese Tour über ein Reisebüro gebucht haben, wir sind 30 Leute und damit können sich alle gut platzieren. Lustig, ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal so unterwegs war und ich bin gespannt, wie und was das so wird.☺️


Eine Busreise ist doch herrlich, völlig entspannt kann man die Gegend anschauen und unter dem Hudson gehts rüber nach Jersey und vorbei an Newark und endlich, endlich mal wieder richtig viele grüne Bäume und weiter Blick….in dieser Richtung wird es erstaunlich schnell kleinstädtisch, ländlich. In ungefähr 2 1/2 Stunden erreichen wir Philadelphia, die ’ Bruderliebe’, eine der ältesten Städte Amerikas (1682), mit 1.6 Mio Einwohnern heute die 6. Größte. Einst war sie Hauptstadt von 1790-1800, nach NY und vor Washington D.C.


Und hier kommt wieder die Unabhängigkeitserklärung ins Spiel (☝🏻Public Library) welche genau in diesem Gebäude, in der Independence Hall am 4.Juli 1776 beschlossen und verkündet wurde. Im Folgejahr auch die Verfassung der Vereinigten Staaten. Thomas Jefferson, der später der 3. amerikanische Präsident(1801-1809) werden sollte, war der hauptsächliche Verfasser der Erklärung, einer der bedeutendsten Staatsmänner seiner Zeit.

Auch die Liberty Bell ist hier noch zu bewundern.





Da mache ich es mal etwas leichter zum Nachlesen.😉

Leider schauen wir hier in Philly nicht viel mehr an, der Zeitplan ist straff und es soll heute noch bis Washington D.C. gehen, ich wäre gern noch ein wenig durch die Straßen gelaufen um ein Gefühl für die Stadt zu bekommen…auch mit  Tom Hanks in ’Philadelphia‘ im Hinterkopf…..ein anderes mal.





Edgar Allan Poe und seine Frau lebten übrigens auch einige Jahre in Philadelphia und er schrieb in dieser Zeit einige seiner berühmten Werke, u.a. ’Der Untergang des Hauses Usher’ und ’Der Doppelmord in der Rue Morgue’.

Und weil ich sooooooo müde bin, kann es erst morgen weitergehen………

Donnerstag, 27. April 2023

Little Blues

 

Dieser Tag hat wirklich sein Bestes gegeben, es für mich fein zu gestalten!

Mit komischem Morgengefühl erwacht, viel zu früh, draußen grau und kalt, in der Sub viel zu voll und gleich ’n Schwitzanfall, auf der 42. Blaulicht, Alarm, viel zu laut, Schlange im Café zu lang….oah nee! 

Und dann, schau ich hoch, und sehe diese Werbung!

Die ist doch der Hammer!?!?! 

Da die riesigen Bildschirme ja ständig wechseln stehe ich bestimmt 5 min davor und warte und schaue….und die Leute denken bestimmt ich bin lost oder so.

 In Gedanken gratuliere ich dem Ideengeber und gehe gestärkt und tapfer in den Unterricht, heute wieder mit Tatiana der Strengen, über deren HA ich 2 Stunden saß. Dieses Gefühl, nicht genug gelernt zu haben ist irgendwie auch tief verwurzelt und ich hätte nicht gedacht, dieses nochmal so zu empfinden.

Jeden Tag ein anderer Nachbar, die Regel, sitze ich heute neben einem etwa gleichaltrigen Brasilianer, dessen Frau und zwei Teenager Kinder auch hier in NY sind, damit der Papi seinen Englischtraum verwirklichen kann. Als Ingenieur ist er gut strukturiert und technisch versiert, was mir ein paar gute Tipps beschert und uns ein klein wenig in der Grammatik hilft, die wir heute den ganzen☝🏻Tag ’verinnerlichen’. Es gibt also fast niemanden, dem die HA leicht von der Hand gingen, puh, das tröstet mich und ermutigt mich, zu bleiben. Wir ackern uns durch die Zeitformen und Tatiana macht das heute richtig gut. Also solche Lehrer wünscht man jedem, absoluter Sachverstand, Didaktik super..immer noch Seitensprünge zur Aussprache, Betonung. Am Ende macht es fast Spaß, vor allem, wenn sich Synapsen verschalten und man freiwillig weitermachen möchte ist doch das Ziel erreicht.

Das Besondere an diesem Donnerstag war der ’children day’, alle können ihre Kinder mitbringen, Mitarbeiter und Schüler, und das wird dann auch so gemacht, sehr schöne Sache. So krabbelt die kleine 10 Monate alte Emilia😊den langen Flur entlang und ein paar Vorschüler flitzen durch die Gänge. 

Nach der Schule bin ich echt ausgelaugt und müde und alle verschwinden, so ähnlich, überall hin, es ist immer noch grau und kalt und so beschließe ich, mit der Bahn nach Hause zu fahren und mich mit Gemütlichkeit, Kaffee, Süßem und Wärme zu belohnen und das erste mal hier fühle ich so ein kleines Heimwehchen an mir zupfen und bei dem Gedanken an meine absolut Allerallerallerliebsten freue ich mich richtig auf zuhause, das echte, und das fühlt sich soooooooo gut an!!!

Der Tag hat also weiter für mich gesorgt und Cynthia auf mich warten lassen, die auch sofort die Vollzeitpflege übernommen hat☺️Eine ganze Kanne Kaffee und Schokoladenkekse taten das Übrige, ich brauchte nur noch entscheiden, ob wir Burger, Moussaka oder Pasta essen wollen und wann - vor oder nach der Ausstellungseröffnung…..

So haben wir uns dann später noch mal auf den Weg gemacht und siehe da, es war wärmer und die Sonne hat sich noch durchgekämpft auf unserer Wanderung zur 68.

Unterwegs haben wir noch überlegt, unsere eigene Bank aus dem Sperrmüll mitzunehmen, da auch nicht ganz klar war, um welche Art Kunst es gehen würde.


Und dann standen wir davor - David Zwirner - und sofort erinnerte ich mich an die Empfehlung von David zur Gerhard Richter Ausstellung, tja gerade verpaßt…



Wunderschönes Gebäude, tolle Räume und die Kunst, naja, das ein oder andere, vor allem teuer….





Cyn kannte natürlich ein paar Leute da und das Lustigste war, daß mich jemand fragte, ob ich eine der Künstlerinnen sei ..


Ich füge mal ein, zwei Sachen an





Also nochmal zum Abschluß, danke an diesen Tag, der wirklich alles dafür getan hat, das es mir gut geht!

Mittwoch, 26. April 2023

Halbzeit

 Letzte Nacht war hier richtig Party in unserem Lüftungsschacht! Leider hat meine kleine Schlafkoje zwar ein Fenster, aber dieses ist blind und dahinter verbirgt sich so ein typischer, gruseliger, voll verdreckter Schacht. Tageslicht schafft es kaum bis hier unten, frische Luft schon gar nicht. Durch zwei Konstruktionen im oberen und unteren Fensterbereich kann man heizen oder kühlen oder versuchen, die Luft irgendwie hin und her schleudern zu lassen. Super ökologisch😎naja und um alles Fehlende zu kompensieren wird den ganzen Tag über Durchzug gemacht und überall ist Licht an🤣

Zurück zur Party, die sich schräg unter mir abspielte, mit viel lauter Musik und Gegröle beginnend gegen 00 Uhr und so ungefähr bis 6 Uhr, gefühlt, standen alle neben meinem Bett. Ohne Oropax wäre ich wohl durchgedreht, denn so ging es H, unserem 3. Mitbewohner, der heute morgen leicht lädiert dreinschaute.

Cynthia hat natürlich sofort Maßnahmen eingeleitet☝🏻Polizei informiert, weil es gibt Rules, und den Schacht untersucht und eine Wasserspritzpumpe ( für Schwimmbäder🫢)besorgt und diverse fiese Spritzmittel, oh mein Gott!!! Die Problematik ist aber scheinbar bekannt und des Öfteren kam es zu Zusammenstößen, nun schauen wir mal…..


Mein Schultag war ……. 🤔….. anstrengend. Die Klasse bleibt jetzt gleich, nur die Lehrer wechseln zweimal die Woche, so dass man auch mal andere kennen lernt. Heute hatten wir das Vergnügen mit Tatiana, die schon länger Lernenden kennen sie und sie ist sehr angenehm, deutlich besser, als die schnelle  Dame von gestern. Sie spricht deutlich, erklärt zwischendurch auch mal was und der erste Block ist wunderbar, es wird viel gehört und gesprochen und diskutiert. Die Themen sind auch super eigentlich, es geht um AI und deren Einfluss auf unser aller Leben…..heute arbeite ich mit M aus Santiago de Chile und Vincent aus Paris, so lustige Akzente, gutes Team.

Als es an die Grammatik geht kriege ich bald Beklemmungen, geht, glaube ich, nicht nur mir so, diese Zeitformen hab ich noch nie bis ins letzte begriffen, werde ich auch nicht🤷🏼‍♀️ und niemand spricht so. Wenn es nicht so gewesen wäre wie es vielleicht hätte kommen können, würde es wahrscheinlich niemals so geschehen sein können 🫣

Und dazu gibt es Hausaufgaben!!! Sorry?! Die Bibliothek ist wirklich wunderschön, aber Stunden dort mit HA zu verbringen, weil ein innerer kleiner Irgendwas, nicht einfach locker lassen kann und sagen, hey, ist doch egal!?!

Jetzt hadere ich, ob ich nach einem niedrigeren Level frage, weil niemand von den anderen, die ich da so kenne, hat den gleichen Stress, aber ja, für 2-3 Wochen? 

Zur Erholung schlendere ich heute die Lexington hoch, 55 Blocks, schön gemütlich, weil Knie wird nicht besser…Diese Straße mag ich sehr, so richtig New York, Altes, Neues, Großes, Kleines, ganz viel Geschäfte und Bars und Cafés, schier endlos……





Als ich endlich zu Hause ankomme ist es auch schon dunkel…..



Dienstag, 25. April 2023

Schulalltag

 Na, da habe ich mir ja so richtig was eingebrockt……🤭

Aufstehen vor dem Wachwerden, mit der arbeitenden Bevölkerung die U - Bahn vollstopfen, um dann mit einem fröhlichen ’ Good Morning’ zusammenzukommen!

Dazu mal mein morgendlicher Weg, mit der 6 zum Grand Central und dem Transit Zug rüber zum Time Square 



Raus an die Luft



Und dann ein Schwenk nach rechts und einmal um die Ecke



Und dann bin ich auch schon da, zeige dem Pförtner meinen Studentenausweis und darf dann hier hochfahren



….um dann mit dem Fahrstuhl bis rauf in den 11. zu gelangen…



Ist schon bisschen cool, oder!?!

Tja, und dann erwartet mich die große Überraschung - neue Klasse!! 13 Mitstreiter und ja, definitiv auch 30+, die meisten jedenfalls. Und noch größere Überraschung 🥁 higher Level…und eine Lehrerin die verdammt schnell redet. Da ist man auf Schlag wach 👊 und auf Schlag in 200% Konzentration, ich hab es mir ja selbst ausgesucht😂. 

Da es drei Neue in der Gruppe gibt nimmt eine Vorstellungsrunde nochmal etwas Zeit in Anspruch, das ist prima, wirklich super international, alle Kontinente vertreten.

Und dann gibts kein Erbarmen mehr, nach dem ersten Block bin ich schon k.O., nützt ja nichts, bis zum Mittag gibt es viel Paar - u. Gruppenarbeit, ich merke schon deutlich, daß ich sehr lange nicht mehr in der Schule war und auch die kleinen Schwächen melden sich …

Mittagspause mit ein paar ’Kollegen’ im Bryant Park und dann gehts weiter mit verstehendem Hören bis halb vier, was mir deutlich mehr liegt und mich wieder etwas ermutigt.

Und dann??? Klar, Hausaufgaben in der Public Library 🤷🏼‍♀️

So komme ich hungrig und müde 19.30 Uhr nach Hause und koche unserer WG heute mal was Leckeres zum Abendessen und gemütlich sitzen wir in der Küche und erzählen vom Tag, wobei meiner definitiv der Aufregendste war…

Montag, 24. April 2023

EC New York


 7 Uhr klingelt mein Wecker, seit Wochen bin ich nicht so früh aufgestanden!!!

Bisschen 1. Schultaggefühl stellt sich ein, man weiß nie so ganz genau was einen erwartet, wie sind die anderen so drauf, neue Klasse….oh, ich erinnere mich gut an dieses immer etwas mulmige Gefühl.

Heute überwiegt die Freude, mal wieder zur Schule gehen zu können und das Gefühl, gar nichts verlieren zu können und nichts steht auf dem Spiel, niemand kennt mich…ist doch herrlich. 


Und 8 Uhr am Broadway war ich auch noch nicht, denn dort, im Paramount Building, befindet sich auf der 11. Etage die ec English School, das ist doch eine prima Adresse🤓

Ich hatte mir im Vorfeld meiner Reise überlegt, daß es nie schaden kann, ein wenig Grammatik aufzufrischen und vor allem, Leute kennen zulernen und viel Hören, Verstehen und Reden zu MÜSSEN. Vor allem die unterschiedlichen Dialekte der Mitschüler und ein wohlwollendes Korrigieren guter Lehrer finde ich spannend. 

Ich hatte mir extra einen Kurs 30+ ausgesucht, um nicht mit den ganz jungen Wilden zu konkurrieren, haha, es fing auch ganz gut an, von ca 20 ‘Neuen‘ waren die Hälfte zwischen 45-60, dann gab es ein paar Tests und Gespräche und schwups, blieb am Ende eine 6- Gruppe übrig, Korea 24, Brasilien 25, 2xSchweiz 21,23, Holland 57 und jaaaaa Deutschland 50!!!


Unser Lehrer für heute, Grant aus Australien. Also die Gruppe war richtig gut und das Gefühl, uns zusammenzubringen ging nach vorn auf, Pluspunkte für die Orga+++++ überhaupt, alles sehr professionell. 

Es gab eine super Dynamik in Gruppen- und Einzelarbeit, alle waren voll dabei. Außer Englisch gab es gleich noch allerlei Einblicke in all die verschiedenen Kulturen und Besonderheiten und beim ’NY für Anfänger‘ war ich weit vorn mit all meinen Recherchen und Erfahrungen der letzten Wochen, zu Nahverkehr, Einkauf, nützlichen Apps….der Vormittag verging wie im Fluge und zum Mittag traf man sich im Diner nebenan und es war wirklich gut, niemand hat auch nur ein Wörtchen deutsch gesprochen, Muttersprache ist auch quasi ‚verboten‘, sowie mehrfaches zu spät oder gar nicht kommen oder Social Media während des Unterrichts, sehr fein!! Und keine nörgelnden Eltern😅



Der Blick aus dem Pausenraum - ist doch auch pure Motivation, oder?!

Über den Bryant Park, mit Kaffee in der 
Sonne, 

gehe ich später noch in die Public Library, die haben, kostenlos, eine tolle Ausstellung und einen ruhigen Lesesaal, den jeder nutzen kann.
So schlendere ich ein wenig durch die Schaukästen, darin z.Bsp. die von Jefferson handgeschriebene Kopie der Unabhängigkeitserklärung, die zwischen dem 4. - 10. Juli 1776 entstand.
Oder den Schreibtisch und Stuhl von Charles Dickens und einen Druck von Andy Warhol, seinem Freund Truman Capote gewidmet, den ich natürlich auch gern gekannt hätte…und und




Und dann melde ich mich wie ein ordentlicher Student im Lesesaal an und mache ’Hausaufgaben’😇naja, und lese noch ein bisschen…., lädt ja auch dazu ein.



Später schleiche ich wieder bis nach Hause, heute den anderen L Schenkel der UES und Cyn erwartet mich mit Smoothie und Salat und dem nächsten Film, ☝🏻zum Englischlernen, heute der alte ’The Great  Gatsby’ mit Mia Farrow und Robert Redford, soooooo toll!


Up to Highland Falls

Der berühmte german black boyfriend ist schon sehr verlässlich. Auch nach mehr als 300000 km schwebt er förmlich über dem Highway, natürlich...