Mein heutiges Ausflugsziel ist, dem wunderbaren Wetter angemessen, ein Skulpturenpark am East River.
Natürlich mache ich mich zu Fuß auf den Weg und entdecke dabei immer ein paar schöne Ecken, oder auch viel Dreck, naja, wie überall, und außerdem bin ich gemütlich und fast allein unterwegs. Einheimische gehen sowieso nie zu Fuß und Touristen verirren sich tatsächlich nicht in dieses Viertel. So laufe ich parallel zum Fluß, links hat man immer wieder diesen wunderbaren Blick auf Manhatten, dabei nutze ich fast jede Möglichkeit ans Wasser zu gelangen, ob durch kleine Stichstrassen oder den Bummel durch die gepflegten Parkanlagen. Dazwischen viel Industrie, örtlicher Energieversorger, Müllabfuhr…Den Blick auf Roosevelt Island, auf der unglaublich hässliche Gebäude stehen, unter der Queensboro Bridge hindurch erreicht man nach ca 1 Stunde den Socrates Sculpture Park. Ein amerikanischer Bildhauer, Mark di Suvero, hat dieses verlassene Stück Land 1986 illegal als Ort für Kreative ‚besetzt‘ und das Areal wurde wie eine Art Stadtpark auf Zeit mit Exponaten bestückt. Als im Zuge der beginnenden Gentrifizierung 1998 Investoren ihre Hände streckten, erhielt der Park einen offiziellen Status und wird seitdem durch wechselnde Ausstellungen, Workshops und durch Besucher aller Art genutzt.Das sind die Themen unserer Zeit, weltumspannend und auf jede Art und Weise zum Ausdruck gebracht. Hier also Ideen zum besseren Umgang mit unseren Ressourcen, Verantwortung, Miteinander….ein paar witzige sind dabei. Die Stahlfiguren sollen daran erinnern, daß quasi alle Menschen, unabhängig aller äußeren und inneren Unterschiede miteinander verbunden sind und sich natürlich mögen. Gut, könnte ich jetzt ganz ohne Erklärung nicht alles so deuten, dafür ist es ja Kunst🤷🏼♀️. Außer mir sind eigentlich nur Hundebesitzer und Mütter mit Kinderwagen hier, ist eben ein öffentlicher Park…..mit Kunst.
Eigentlich wollte ich im Anschluss ins Skulpturenmuseum, welches aber doch recht weit entfernt ist und zeitlich nicht zu schaffen, so schlendere ich durch Queens’ Straßen, vorbei an 1 Mio Autowerkstätten, voll bis unters Dach!!! Witzig, fast alle sprechen spanisch. Vorbei an Seniorenresidenzen, die echt traurig aussehen, aber auch durch die alten Viertel mit den für Queens typischen Häusern.
Für die Filmfans unter uns besuche ich natürlich noch die Silvercup Studios, ’Sex and the city’, ’Gossip Girl’, Gangs of NewYork‘ …… und so viel mehr wurde und wird hier gedreht. Spannend, außen rum ist alles abgesperrt, die riesigen Trucks mit Aufschriften ‘make up‘,‘Crew‘ stehen mit laufenden Motoren..von den Leuten, die ein und aus gehen kommt mir aber niemand bekannt vor😂
Der lange Wandertag führt mich direkt ins Café Henry, gleich bei mir ’zuhause‘ und durch das hablar der Angestellten und anderen Gäste, vergesse ich beinahe, daß ich in Amerika bin und frage, nach dem Genuss der leckeren hausgemachten Pasta, auf Spanisch nach der Rechnung🤭









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