Der Winter hat sich noch einmal zurück gemeldet, 0 Grad heute Morgen! Aber knallblau und Sonne satt..
Wir fahren mal wieder Fähre ⛴️ und besuchen zwei, Manhattan vorgelagerte, Inseln - Liberty Island und Ellis Island.
Mit gefühlt 300 anderen fahren wir, bei gutem Seegang, Richtung Liberty. Es löst schon besondere Gefühle aus, sich zwar aus etwas anderer Richtung aber schon vom Wasser aus, dieser Statue zu nähern.
Ich hatte ja lange überlegt, wie ich meine Reise beginne und die Seepassage war eine echte Option. Dieses Gefühl nachempfinden, in Bremen oder Hamburg an Bord zu gehen, Aufbruch in die neue Welt, für Millionen Menschen war das Hoffnung, Neubeginn….
Nun landen wir also erstmal an Liberty Island und begeben uns direkt ins Museum, das erst vor ein paar Jahren eröffnet wurde. Es widmet sich hauptsächlich der Idee und der Umsetzung der Freiheitsstatue, wie an jedem Ort bisher aber auch Aufarbeitung der Geschichte, wer lebte vor allen Europäern hier, Zwist um Zugehörigkeit und Gerichtsbarkeit, Jersey oder New York. Sie gehörte den Ureinwohnern, den Holländern, den Engländern, den Franzosen, einigen Privatpersonen…und ist heute im Besitz der Bundesregierung der Vereinigten Staaten.
Erdacht und umgesetzt wurde die ’Freiheit’ oder offiziell ’Liberty Enlightening the World’ von einem Franzosen, Frédéric-Auguste Bartholdi, der in den 1870-ern zuerst mit Kopf und Fackelarm begann und über Spendenaktionen Geld in Europa sammelte, die Amerikaner sollten den Sockelbau finanzieren, was sich als durchaus schwieriger erwies. Viele bedeutende amerikanische Persönlichkeiten beteiligten sich, Edison, Astor, Kennedy, Dichter und Journalisten(Pulitzer) riefen zur Spende auf. Per Schiff wurden die Einzelteile über den Ozean gebracht, das innere Gerüst wurde im Übrigen von Eiffel konstruiert und im Oktober 1886 wurde die Statue endlich eingeweiht.
Ich finde sie tatsächlich wunderschön.
Seither gilt sie als Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit, Gleichberechtigung und Hoffnung.
Für Einreisende, für Heimkommende….
Weiter gehts zur nächsten Insel - Ellis Island, dort erwartet uns das Museum of Immigration, über 30 Jahre die zentrale Sammelstelle für Immigranten in die USA, etwa 12 Mio Menschen kamen zwischen 1892 und 1954 dort an. Einzelne Personen, Familien, nachgeholte Frauen und Kinder. Menschen aus der ganzen Welt. Im ’alten Charme’ des Gebäudes findet man unendliche Informationen zur Einwanderungsbewegung, wer kam wann, woher, warum, Geschichtsunterricht vom Feinsten, bebildert, vertont….man kann Stunden dort verbringen. Wer durfte bleiben, wer nicht, ärztliche Untersuchungsmethoden, Intelligenztests, Einzelfallentscheidungen. Für die meisten begann ein neues Leben mit neuer Hoffnung, Amerika ist riesengroß und viele machen sich auf den Weg, um in anderen Teilen des Landes zu siedeln..(auf die unrechtmäßige Landname gehe ich hier nicht ein) manche blieben unter sich, andere vermischten sich zu quasi neuen Kulturen.
Eines eint sie heute alle, sie sind alle Amerikaner, Patrioten, sie lieben ihr Land und stehen im Ernstfall zusammen.
Wir sind so vertieft in den hintersten Räumen des Museums, daß wir nicht merken, die einzig übrigen Gäste zu sein und erschreckt, durch den Aufruf zur letzten Fähre, rennen wir durch das menschenleere Gebäude hinaus - in die Freiheit - rüber zum Festland - einfach so…..






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